Das Gartenjahr 2006

15. Januar 2006:
Nein, ich bin weder verrueckt noch hat sich ein Klimawandel in unseren Breitengraden vollzogen. Es geht noch nicht los, zumindest nicht im Garten....! Ich habe halt nur mal wieder im Net gesurft, bin auf die aktuelle Liste bei Jan van den Top, bei Fransen, bei Eurocallis, bei Oirlicher gestossen.....!

Und was heisst das???? Jetzt werden die naechsten Tage und Wochen wieder mit Kopfzerbrechen einhergehen: Wooooooo finde ich Pflanzplatz????????????

Gruenkohl ist abgeerntet - war ausgezeichnet. Wird also in diesem Jahr auch wieder angebaut.

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05. Februar:
Allmaehlich wird mir ziemlich bange um meine Toepfe. Wir haben jetzt seit nunmehr ca. 5 Wochen fast taeglich Minusgrade und jede Nacht Frost mit Spitzen von bis zu - 15 Grad. Ich muss mich schon sehr zurueckhalten, um nicht an den wenigen frostfreien Tagen die Toepfe zu giessen, weil die Erde einfach knochentrocken aussieht. Bisher hat ja noch mein Verstand ueber meine Besorgnis gesiegt. Aber wie lange noch?
  Erstes Erfolgserlebnis: die am 17. Januar nach 24-stuendigem “Waessern” in kleine Anzuchttoepfchen ausgesaeten Samenkoerner der erstmals im letzten Herbst von den Hemerocallis gewonnenen Samen sind aufgegangen. Zwar nur drei Stueck, die anderen 12 lassen sich noch nicht sehen, aber immerhin!

Natuerlich sind bereits die ersten 10 Hostas bei Jan bestellt. Und zu allem “Unglueck”   finden die alljaehrlichen Hostatage bei Jan van den Top direkt in unserem Urlaub statt! Da konnte ich doch gar nicht anders, als den diesjaehrigen Radwanderurlaub, ueber dessen Ziel wir uns noch nicht geeinigt hatten, kurz entschlossen in Holland (Amerongen) zu buchen. ........noch mehr Hostas!!!!

19. Februar - 28. Februar:
Insgesamt sind von den 15 Hems-Aussaatversuchen 6 Sorten aufgegangen. Nicht sehr berauschend, das  Ergebnis.... Nun heisst es aber weiter abwarten, denn noch sind die Winzlinge nicht absolut ueberlebensfest.

Seit dem 14. haben wir keine Minusgrade mehr, auch nachts nicht mehr. So allmaehlich tauen die Toepfe auf. Noch sieht alles recht gut aus. Trotzdem bin ich sehr skeptisch, ob wirklich alles in Topf und Beet diese frostigen Wochen unbeschadet ueberstanden hat. Allerdings seit einigen Tagen wieder Nachfroeste
bis  -6 Grad.
Heute, 24.02., bei strahlendem Sonnenschein ( +4 Grad) erste Inspektion im Garten gemacht: sieht gar nicht so schlecht aus! Hatte es mir eigentlich schlimmer vorgestellt. Da, wo die Sonne hinkommt, zeigen sich schon hie und da erste gruene und rotgruene Triebspitzen! Viele der Hemerocallis, die das Laub total abgeworfen haben, treiben schon zart aus, einige Euphorbien zeigen frisches Gruen, ein erstes Adonisroeschen hat zwei Triebspitzen an die Oberflaeche geschoben und die Zwiebeln (Krokusse, Narzissen, Tulpen) sind auch etwa 5 cm ausgetrieben. Sorgen macht mir ein wenig die Euphorbia amygdaloides Purpurea, sie haengt voellig in den Seilen. Bin gespannt, ob sie sich wieder aufrappelt. Die E. Charam Redwing, im Topf, gut eingepackt mit Luftpolsterfolie, sieht super aus!
Kann der Sonne nicht widerstehen und sitze bei geoeffneter Balkontuer am PC. Hoffentlich wird’s jetzt bald Fruehling!!!!
Ach du gruene Neune, ich hab ja die Clematis immer noch nicht zurueckgeschnitten. Das muss ich aber jetzt umgehend tun.......

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01. Maerz - 31. Maerz
Frust!! Seit gestern wieder Wintereinbruch. Jeden Tag Schnee, Schnee, Schnee. Am heftigsten war es am Freitag, 04.03. Innerhalb weniger Stunden fielen bei uns ca. 10 - 15 cm Schnee - und nachts weiterhin Froeste bis zu  -6 Grad.
Kleiner Lichtblick: am Dienstag sind die bestellten Cannas gekommen! Leider sind zwei meiner Bestellwuensche nicht mitgekommen, Princess Di und Apricot Ice. Bin schon sehr gespannt auf die Blueten! Nachdem ich vor geraumer Zeit entdeckt habe, dass es ausser gelben und roten Cannas auch weisse (bzw. gelblich-weisse und apricotfarbene gibt), musste ich natuerlich gleich auf die Internetsuche nach einem Vertreiber gehen. Habe tatsaechlich einen in Deutschland gefunden. Am Sonntag, 05.03., die Knollen nun in Toepfe gepflanzt und in einem der ehemaligen Kinderzimmer aufgestellt.
Die Hemsaussaat lebt noch. Einige gruene Haelmchen haben sich zwar verab-
schiedet, aber das Gros sieht ganz gut aus.
Bis zum 12. Maerz jeden Tag Schneefall! Und nachts Frost bis -10 Grad. Heute, 18. Maerz, zwar nur +4 Grad, aber sonnig! Und sofort stellt sich natuerlich das altbekannte Kribbeln ein: man moechte raaauuus!! Habe heute mal auf die Schnelle eine Runde durch den Garten gemacht: das Gruen kommt!!!! Die Clematis haben schon schoene dicke Spitzen, Sedum treibt aus, Adonis amurensis Pleniflora blueht, ein anderes Adonis hat sich durch die Erdkruste geschoben. - Trotz Schnee und Frost! Bei einigen Taglilien und Iris rechne ich mit dem Schlimmsten: matschig und faule Rhizome! Die Euphorbien haben sehr gelitten. Ob die sich wohl erholen, wenn ich die lappigen Triebe abschneide? Gentiana scabra sieht auch eher nach “Kompostbereicherung” aus....
GG hat endlich mit der Pergola fuer die Kletterrosen angefangen. ....und die Traenenkiefer steht auch noch..... ,die sollte doch schon laengst gefaellt sein.

Warte uebrigens schon auf 25 neue Hems ..... !   Hab erst 10 Pflanzplaetze ausgemacht.

Ein Tag vor Fruehlingsanfang - und ich konnte mich nicht mehr bremsen und habe die Toepfe aus ihrer Winterverpackung herausgeholt! Komme, was da wolle - ich musste bei diesem herrlichen Wetter (strahlender Sonnenschein und +8 Grad) in den Garten! Haette ja am liebsten schon einmal durchgeharkt, aber es ist ja noch so nass bzw. der Boden teilweise sogar noch gefroren.
Drei Toepfe sind dem Winter zum Opfer gefallen, total kaputt. Bei den Pflanzen bis auf einen Enzian noch keinen weiteren Ausfall bemerkt.

Freitagnacht (24.03.) noch einmal Frost, seither steigen die Temperaturen. Tagestemperaturen bis 16 Grad, nachts plus 7 Grad. Man kann foermlich zusehen, wie sich das grau-beige Einerlei in frisches Gruen verwandelt. Die Krokusse explodieren und alles treibt aus dem Dunkel des Erdreichs an die Sonne: einer der Rittersporne, der Eisenhut, die Phloxe, die Hems, die erste Hosta (Blue Diamond) zeigt schon eine gruene Spitze!!! Juchhu! Die Gartensaison 2006 ist eroeffnet!!!
Ach, das Leben ist herrlich, besonders das Gartenleben!!

Montag, 27.03., schon mal die Beete gesaeubert, das Laub abgerecht, die Rosen abgehaeufelt, die welken Bluetenstaende bzw. das Hemslaub entfernt. Bei den Taglilien scheint es bis jetzt, als seien keine Ausfaelle zu verzeichnen. Allerdings haben die Heucheras extrem gelitten: zwei sind in die ewigen Jagdgruende eingegangen, drei andere kurz davor. Die Euphorbia amygd. Purpurea und Robbiae sehen auch sehr nach Niedergang aus. Habe sie erst einmal stehen gelassen und schliesse mich der rauchigen Zarah an: Ich weiss, es wird einmal ein Wunder geschehen.....
Am Dienstag kam die erste Hemslieferung, die ich dann am naechsten Abend pflanzen wollte. Pustekuchen! Von da an gings - zumindest wettermaessig - bergab. Jeden Tag Regen und sinkende Temperaturen.  Am Freitag (31.03.) dann einigermassen trocken, so dass ich wenigstens die Hems in einer grossen Zinkwanne “zwischengeparkt” habe. Ausserdem gleich einige Hostas umgetopft und die restllichen Toepfe mit Erde aufgefuellt. Etwa die Haelfte der getopften Hostas treibt schon aus! Auch in den Beeten sind die ersten Spitzen sichtbar.

Meine schoene und einzige Dahlie Boy Scout ist hin! Ich wunderte mich schon, als ich sie am Montag aus dem Keller holte und in einem Topf vortreiben wollte, dass die Knolle sich so extrem leicht anfuehlte und auch sozusagen staubte. Als ich sie dann ein wenig schuettelte, loeste sich der Ballen auseinander und es blieben so gut wie kaum noch feste Wurzelknollen uebrig. Sie loeste sich im wahrsten Sinne des Wortes in Staub auf. Die noch einigermassen intakt aussehenden zwei kleinen Teilstuecke setzte ich in einen Topf und unterzog dann das trockene, staubige, ausgehoehlte und ausgemergelte Wurzelsammelsurium einer genaueren Inspektion. Und dann sah ich sie!!!
Einige, ca. 0,5 - 1 cm grosse, weisse Larven! Sie mussten die Übeltaeter sein. Da ich aber keinen blassen Dunst hatte, um welchen Schaedling es sich handeln koennte, postete ich in einem Gartenforum mit dem Ergebnis, dass es sich wohl um die Larven des Dickmaulruesslers handelt! Na, entzueckend!!  Habe natuerlich die getopften Reste auch gleich der Muelltonne ueberantwortet und muss nun noch die gesamte Erde des grossen Kuebels, in dem die Dahlie seit nunmehr 3 Jahren ihren Platz im Sommer hatte, ebenfalls entsorgen. Denn hier muessen die Übeltaeter drin sein.

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01. April bis 30. April
Sonntag, 02.04.:

Wollte so viel machen am Wochenende. Sch........-Wetter! Bloss Regen! Es ist patschnass.
Und diese widerlichen Bastarde (Schnecken) verlustieren sich an meinen frischen Hems- und Iristrieben!!! 34 Stueck habe ich heute morgen um 7.30 Uhr gekillt -   dann zwang mich die Kaelte zum Rueckzug...                                    Die Cannas treiben immer noch nicht aus. Ob das so seine Richtigkeit hat, oder ob ich sie falsch eingepflanzt habe? War gar nicht so einfach, an den merkwuerdigen Gebilden das Oben und Unten zu orten. Ob ich sie mal zur Kontrolle ausbuddele??
Ach ja, fuenf Hems-Saemlinge leben noch. Schwaecheln zwar etwas, halten aber durch. Habe vorige Woche die Einweckglaeser abgenommen und giesse nun die Toepfe.
Die Pergola hat schon etwas Farbe angenommen - die Traenenkiefer steht aber immer noch...... Wann wird die neue Kettensaege einer ersten Bewaehrungsprobe unterzogen??

Ostern (Karfreitag, 14. April -  17. April):
Die vergangenen zwei Wochen waren immer noch kalt, nass und frustrierend. Von den Cannas ist immer noch nix zu sehen (die Knollen sind aber o.k., habe sie kontrolliert), die Hemssaat duempelt vor sich hin und die ersten Taglilienlieferungen sind in einer Zinkwanne zwischengeparkt, da einige der vorgesehenen Pflanzplaetze ja erst geraeumt werden muessen. Und bei der “Parkplatzsuche” fuer die Hems ist eine neue Bedrohung fuer meinen Garten aufgetaucht: die Larven des Dickmaulruesslers haben nicht nur die Dahlie vernichtet, nein, sie scheinen sich in groesserem Umfange in meiner Topfkolonie ausgebreitet zu haben. Zumindest war der “ Ich-weiss-noch-nicht-wohin-damit”-Topf voll davon! Natuerlich habe ich das Sedum, die Bergenie und den Buxus aus diesem Topf entsorgen muessen, ebenso  die Erde. Ich habe mindestens 40 - 50 Larven aus dem Topf geholt - und ersaeuft! Und jetzt darf ich alle anderen Toepfe auch noch kontrollieren! Da kommt Freude auf.....
Der naechste Frust: zwei Rittersporne haben das Zeitliche gesegnet.
Ich muss unbedingt das Beet um den ehemaligen Ahornstandplatz mit Kies und Sand verbessern. Es ist einfach zu nass dort. Schaetze die Rittersporne sind regelrecht “abgesoffen”. Ebenso nass ist das Beet vor den Rhododendren neben dem Holzstall. Hier werde ich wohl die Taglilien herausnehmen und was eher Feuchtigkeit Liebendes hinpflanzen. Ist natuerlich schon was bestellt: eine weisse Caltha palustris (Sumpfdotterblume), eine Sibirische Wieseniris (auch in weiss) und eine weisse Hortensie.
Endlich Gartenwetter!! Der Ostersamstag wurde fuer die erste “Gartenrunde” genutzt: die Rosenrabatte und der obere Teil des ehemaligen Heidegartens vor dem Haus sind geharkt und vom Unkraut befreit! Und nix ist im Winter in diesen Gartenbereichen auf der Strecke geblieben ! Die Anemone tomentosa Septemberglanz hat unter ihrer Laubabdeckung ueberlebt, die Cimicifuga Atropurpurea treibt schon aus, Euphorbia dulcis Chamaeleon treibt gut aus und die meisten Hems auch. Einige sind aber noch ziemlich vermatscht.

Auch das noch!! Nach den Schnecken und Dickmaulruesslerlarven weitere Feinde: W ue h l m ae u s e ! !
Ich darf mich  in die Riege der Wuehlmausgeschaedigten einreihen. Eine Taglilie (Black Eyed Susan) ist voellig weg, absolut nix mehr da, zwei andere sind bis auf je ein kuemmerliches Überbleibsel in der Groesse einer Fruehlingszwiebel noch vorhanden. Jetzt traue ich mich gar nicht mehr, die Pflanzplaetze zu kontrollieren, wo noch kein Austrieb zu sehen ist......
Etwas Positives gibt es aber auch noch: die erste Canna zeigt 2 cm Gruen!!
Ach ja, eine Pergola (Rosenbogen) ist schon fertig.... Es wird langsam was...

Am Donnerstag (20.04.) die ersten Beete durchgeharkt. Bei den Hems hier keine Ausfaelle, lediglich Panther Eyes und Edge of Heaven sind vermatscht und lassen noch nichts von sich sehen. Panther Eyes hat aber helles, kraeftiges Wurzelwerk. Edge of Heaven muss ich noch kontrollieren. Die Hostas scheinen auch alle noch vorhanden, zumindest sind vereinzelte erste Triebe zu sehen. Allerdings haben drei weitere Rittersporne das Zeitliche gesegnet , Waldenburg, Sommerfrische und Faust. Ausgerechnet die beiden schoensten dunkelblauen. Na gut, ich gebe zu, die Pflanzplaetze waren “ritterspornungeeignet”, aber -  man versucht es halt.... Ob ich, wenn die Pergola steht, auf der Rosenrabatte einen Ritterspornversuch unternehme? Dort ist es zumindest feuchter als in den Beeten an der Terrasse. Ach, ich liebe doch nun mal Rittersporne! Aber das scheint nicht auf Gegenliebe zu beruhen.

Die zweite Pergola ist auch fertig... und steht!
Rittersporne sind auch schon wieder gekauft und zwei Stueck auf der Rosenrabatte gepflanzt. Mal sehen, wie sie sich hier akklimatisieren. Da gestern (Freitag) die erste Hostabestellung kam, mussten die natuerlich heute ihre Topfquartiere beziehen. Ging recht schnell vonstatten. Da diese Laborpflaenzchen ja regelrechte Minis sind, habe ich erst einmal mehrere in einen Topf gepflanzt, bis sie denn mal eine akzeptable Groesse erreicht haben. Ansonsten heute (Samstag) in erster Linie die matschigen Hems ausgegraben, gesaeubert und trocknen lassen. Mask of Time ist definitiv hin! Schade, gerade diese Farbe mochte ich so.
Bisher in den kontrollierten Toepfen keine weiteren Dickmaulruesslerlarven gefunden.
Die vermatschten Hems sind wieder in der Erde. Jetzt heisst es, nur noch hoffen.
Puenktlich zum Wochenende und Monatsende ist es wieder lausig kalt und nass geworden. Gestern (Freitag) war es gerade noch moeglich, ein wenig im Garten zu werkeln, heute musste ich mich auf das Einpflanzen der bei Jan van den Top bestellten und am Donnerstag angekommenen Hostas beschraenken. Super Pflanzen! Dagegen war die Lieferung von einigen Geranium und einer Euphorbia amygdaloides Purpurea (meine eigene hat ja den Winter nicht ueberlebt) eine einzige Enttaeuschung: Die Euphorbia ist ein wirklicher Kuemmerling und soll 4,50 Euro kosten! Das ist eine Unverschaemtheit. Somit ist meine Stimmung dem Wetter angepasst. Der April geht so zu Ende, wie er begonnen hat: saukalt und nass.

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01. Mai bis 30. Mai
Einem recht kalten 1. Mai folgen nun aber endlich Temperaturen ueber 20 Grad. Natuerlich ist die Erdoberflaeche bereits nach zwei Tagen Sonnenschein schon wieder bretthart, da der Regen vom letzten Wochenende ja wieder nur so auf das Erdreich hernieder geprasselt ist.
Jetzt kommen die Hostas aber im Eiltempo, bis auf einige wenige im Freiland, die immer noch auf sich warten lassen . Die Clematis haben schon erste Bluetenknospen angesetzt. Und ausgerechnet jetzt geht meine Digicam kaputt! Was mache ich jetzt bloss ohne Kamera?? Das dauert doch mindestens Wochen, bis ich die wieder bekomme. Frust!!
Zwei der vermatschten Hems treiben tatsaechlich frisch aus, haben sich also berappelt. Die anderen drei wissen wohl noch nicht, ob sie noch leben oder schon tot sind. Warten wir noch mal.
Ausgesaet haben wir immer noch nicht. Unsere Nachbarn rund um unseren Gemueseacker haben natuerlich alles schon in der Erde: von den Radieschen ueber die Stangenbohnen bis zu den Kartoffeln. Na ja, sind ja alles Rentner..... Aber die ernten auch nicht frueher als wir!
Am 03. Mai ist der erste Rhododendron (Viscy) in diesem Jahr aufgegangen. Einige andere ziehen nach, aber insgesamt doch recht zoegerlich.
Die ersten kleinen Zwergiris haben ihre Knospen geoeffnet und ein erster Taglilienbluetenstengel quaelt sich aus dem Gruen: Vivaldi ist diesmal die erste. Ansonsten sind noch keine weiteren Bluetenstengel auszumachen.

Die Kartoffeln der Nachbarn unseres Gemueseackers gucken schon 10 cm aus der Erde - unsere sind immer noch nicht in der Erde.

Heute (11.05.) die gestern gekommenen Farne und Anemonen eingepflanzt. Jetzt entwickelt sich das “Ahornbeet” zu einem richtig schoenen “Schatten-Farn- und Hostabeet” mit “sonnigen Einfluessen”.
Die Irisbluete beginnt und ich habe keine Kamera, weil sie kaputt ist!! Es ist zum Haare ausraufen!

Von den Cannas ist immer noch nix zu sehen, lediglich zwei Stueck haben ausgetrieben. Nun stehen sie schon seit zwei Wochen mit den Toepfen auf der Terrasse, aber es tut sich nix.

Von den vermatschten Hems fehlt nur noch eine, alle anderen zeigen zartes Gruen. Zwei Clematis lassen aber nichts von sich sehen: Frau Mikiko und Ascotiensis. Moechte bloss wissen, was denen wieder quer gegangen ist. Letztes Jahr waren sie doch da und haben sogar geblueht. Oder ob evtl. die Wuehlmaeuse....?? Ich warte noch mal bis zum Herbst, dann buddele ich sie aus, wenn dann immer noch nichts zu sehen ist.
Der insgesamt durch den langen Winter doch etwas verzoegerte Fruehjahrsaustrieb hat auch was Positives: die Rhodis explodieren nicht wie im letzten Jahr, sondern kommen schoen nacheinander. Allerdings wird Toechterchen in diesem Jahr keinen Rhododendronstrauss fuer die Vase zum Geburtstag am 13.05 bekommen: es bluehen einfach zu wenige.

Ach ja, die Traenenkiefer ist immer noch nicht gefaellt... Dafuer weiss ich aber, wo ich wieder eine Goldakazie anpflanzen werde: da, wo die drei serbischen Fichten weichen mussten! Konnte GG davon ueberzeugen, dass wir diesen schoenen Baum wieder im Garten haben muessen.

Samstag, 13.05.
Lediglich einige Heucheras ausgegraben und wieder tiefer eingepflanzt. Ansonsten ist es einfach zu trocken, um irgend etwas zu machen.
Jetzt treiben die Hems aber Bluetenstiele! Heute schon drei Stueck entdeckt, die vorgestern noch nicht zu sehen waren. Auch die hohen Bartiris schieben die Bluetentriebe hoch.
Endlich - am Spaetnachmittag beginnt es zu regnen.

Freitag, 19.05.:
Am Montag endlich das Saatgut in die Erde gebracht. Und - oh Wunder - ab Dienstag kontinuierlich leichte Regenschauer: genau so, wie es sein sollte. Nicht zu heftig, nicht zu viel, gerade ideal....
Den Rhodos kommen die klimatischen Gegebenheiten z. Zt. sehr entgegen: sie oeffnen sich allmaehlich, die Blueten haben gute Konsistenz und halten entsprechend lange. Einen so perfekten “Rhodo-Mai” hatten wir schon lange nicht.
Die Hems tun sich immer noch schwer, die Bluetenstengel kann man zaehlen... Dafuer erfreuen die Iris mit ihrer Bluete - wenn diese vermaledeiten Schnecken nicht waeren! Demgegenueber  haben die Hostas bislang offenbar “Schnecken-Schonfrist”. Von kleineren Schoenheitsfehlern abgesehen, keine groesseren Schaeden - das kann sich aber schnell aendern...

Inzwischen laeuft die Planung fuer die (Um-)Gestaltung der seitlichen Grenze zum Nachbarn rechts auf Hochtouren: Eigentlich sollte ja nur ein Ersatzbaum fuer die zu faellende Traenenkiefer angeschafft werden. Auf der Suche nach einer Bezugsquelle fuer den in Erwaegung gezogenen Liquidambar styraciflua Silver King bin ich auf die Websites von zwei in Deutschland ansaessigen Baumschulen und einer in Holland ansaessigen Baumschule fuer ausgefallene Gehoelze gestossen. Daaaas war gar nicht gut!!
Die Wunschliste zur Bepflanzung der Grundstuecksgrenze ist inzwischen endlos.... Diese Vielfalt an Blueten, Blattformen, Wuchsformen, etc.. Ich sehe schon, dass das gesetzte Budget fuer den Ersatzbaum um ein Vielfaches ueberschritten wird. Aber nach 25 Jahren Grundstuecksbesitz kann man auch nicht mehr mit “Babies” anfangen - hier sind nun mal die “jugendlichen Erwachsenen” gefragt (s. Blutpflaume). Schliesslich sind wir auch 25 Jahre aelter geworden - und ich moechte doch die neuen Baeume/Straeucher nicht nur im Baby-/Kindesalter erleben....
Ein Baum ist doch erst ein Baum, wenn er erwachsen ist. Erst dann zeigt er seine ganze Schoenheit, seinen Charakter. Es faellt mir deshalb auch sehr schwer, die Traenenkiefer faellen zu lassen, aber als ich sie seinerzeit pflanzte, habe ich mir darueber keine Gedanken gemacht, weil ich noch keinen “Draht” zum Garten als solchen hatte. Sie ist einfach fuer unser Grundstueck zu gross - und ausserdem nur
1 Meter von der Grenze gepflanzt. Nur der Toleranz und Gutmuetigkeit unseres Nachbarn Heinz haben wir es zu verdanken, dass der Baum bis heute noch steht. Überhaupt muss ich hier einmal ein Danke an unsere Nachbarn rechts und links sagen, denn die Anpflanzung bzw. Gestaltung unseres Grundstuecks ist in manchen Bereichen sicher nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend.

Endlich - die Digicam ist von der Reparatur zurueck! Wie man sich doch an die Elektronik gewoehnen kann! Aber - wenn es nicht so waere, ich koennte mich auch sehr schnell wieder an einfachere Verhaeltnisse gewoehnen.

Der Samstag verlief frustran, es hat geregnet, am Nachmittag gestuermt, gehagelt und gewittert. Habe mal gerade die am Freitag angekommenen Hems zwischengeparkt im Topf “Ich-weiss-noch-nicht-wohin-damit”. Drei Hems fanden ihren - na ja - wahrscheinlich vorlaeufigen - Pflanzplatz in einem Topf. Aber immerhin, sie besitzen ein “Eigenheim”, waehrend sich das Gros mit der “WG” (Wohngemeinschaft) begnuegen muss.

Wenn ich so den z. Zt. bluehenden Rotdorn betrachte, dann ueberkommt mich schon wieder Melancholie. Soll er wirklich fallen?? Ob er evtl. im naechsten Jahr keinen Pilz hat??  Ich glaube, es sind Wunschtraeume. Schade um den Baum. Ich bin wirklich in einer Zwickmuehle: was soll ich tun?? Aber die Entscheidung muss ich wohl alleine treffen....

Der Sonntag wurde wieder zum Hostaabteilen genutzt und dabei musste ich feststellen, dass die Wuehlmaeuse mein teuerstes Hostaexemplar beinahe vernichtet haben. Von Don Quixote ist mal gerade noch etwa ein Viertel uebriggeblieben. Habe das verrissene Etwas erst einmal in einen Topf gepflanzt zwecks Erholung. Jetzt koennte es erst einmal wieder aufhoeren zu regnen.

Sonntag, 28.05.
Die vergangene Woche: Regen, Regen, Regen; am Dienstag sogar noch ein Hagelschauer. Am Mittwoch dann den Gemueseacker inspiziert: fast die Haelfte der Zwiebeln liegt kreuz und quer auf dem Beet verteilt. Und man kann noch nicht einmal die Zwiebeln wieder einpflanzen, da es bis gestern abend immer wieder mehr oder weniger heftig geregnet hat. Die Temperaturen waren auch nicht gerade angenehm, meist so um die 15 °. Die zwischengeparkten Hems konnten immer noch nicht an ihre angedachten Plaetze gepflanzt werden. Ich hoffe jetzt auf die kommende Woche....
Fuer die Rhodos ist die relativ kuehle Witterung offenbar gerade ideal: sie oeffnen langsam und halten recht lange. Auch den Iris macht die kuehle und feuchte Witterung erstaunlich wenig aus.

Mittwoch, 31.05.:
Seit Montag wieder nur Regen, Regen, Regen...
Inzwischen zeigen die ersten Irisrhizome Faeulniserscheinungen.
Gestern in Damme gewesen wegen des Liquidambar styr. Silver King: einfach gigantisch diese Baumschule! Warum hat man nur 800 qm und nicht 4.000??? Aber - was waere das Leben ohne Traeume? Ob wir dann gluecklicher, zufriedener waeren? Ich glaube nicht. Verwirklichen wir also einen minimalen Teil davon - und traeumen weiter.

Fast drei Stunden sind wir von einem Traum zum anderen gewandert - und zurueck: Wo koennte dieses Gehoelz hinpassen? Waere es fuer den Platz neben dem.....  geeignet, oder vielleicht doch besser vor dem...., ach nein, aber hinter dem..... Ach so, waechst unbefriedigend in unseren Breitengraden. Na gut, dann halt nicht. Oh, wird so riesig?? Nein, dann auch nicht fuer uns geeignet. Aber dieser Baum, das waer’s doch! Aha, keine Suedseite, keine direkte Sonne. Also auch nix! Ach, schau doch mal, dieses interessante Laub. Was mag das wohl fuer ein Baum sein? Das ist ja eine Kastanie! Das ist ja ein voellig kastanienuntypisches Laub! Schade, die wird einfach zu gross fuer unseren Garten. Aber das waere schon was... Und diese vielen Acer!! Nein, solch ein Spektrum an Laubvariationen! Wahnsinn!!! Nein, Acer wollen wir ja nicht, weil Flachwurzler.... Irgendwann schwirrte mir nur noch der Kopf.
Aber, was waren schon diese wenigen negativen Erkenntnisse neben dem, was fuer uns/bei uns moeglich waere!?
Natuerlich sind wir nicht mit leeren Kofferraum zurueckgekommen. Den Liquidambar konnten wir zwar nicht mitnehmen, der hat trotz Durchlademoeglichkeit mit seinen 3,50 Meter nicht in unseren PKW gepasst, dafuer fanden aber ein Cercidiphyllum japonicum Rotfuchs (rotblaettriger Katsurabaum) mit einer Hoehe von immerhin schon gut 2 Metern, ein Staphylea pinnata (Pimpernuss), ebenfalls schon gut 1,90 Meter und ein Cercis yunnanensis (haengender Judasbaum)  mit 1,60 cm Laenge Platz in Kofferraum (und Fahrgastraum). GG musste sich etwas beschraenken beim Schalten und ich zog dann jedesmal die Baumspitzen vom Schalthebel weg, aber das war fuer ihn kein  Problem. Ich haette ja noch soooooo viiiiel mitnehmen wollen!! Na ja, im September werden wir den Liquidambar holen mit Klaus’ Sprinter - und in dem ist jede Menge Platz....!!!! Die Wunschliste ist jedenfalls schon immens. Und so manches kann ja auch im Toepfchen leben....., z. B. ein Wisteria--Staemmchen, oder eine Glanzmispel, oder ein amerikanischer Schneeball, so mancher Acer...... und, und, und....
Waer’s doch bald September....

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01.06. - 30.06.:
Montag, 12.06.

Die am Samstag (03.06.) noch schnell gepflanzten Baeume und der Strauch sehen gut aus. Inzwischen ist es auch hier warm (28 °) und trocken. Nach einer Woche Radwanderurlaub in den Niederlanden sind wir gestern abend wieder zu Hause gelandet. Jetzt heisst es erst einmal, fuer die mitgebrachten Hostas eine Heimstatt zu finden - aber das Problem ist ja nicht neu. Die Schnecken haben meine Abwesenheit genutzt, um sich uebelst an meinen Iris und den Taglilien zu vergreifen. Das Irislaub sieht so verrissen aus, dass ich es wohl erst einmal herunterschneiden werde - und dann wird das restliche Pfund Ferramol im Garten verteilt.

Bei der Hitze (28 - 32 °) ist nichts mit Gartenarbeit. Habe mal gerade sechs Hostas in Toepfe gepflanzt bzw. habe doch tatsaechlich noch einen Platz im Beet gefunden - dafuer musste allerdings eine Taglilie weichen! War dort ohnehin zu schattig fuer Sambo Wilder. Und habe doch tatsaechlich noch einen Platz fuer Hostatoepfe ausgeguckt: unter der Weigelie, die inzwischen schon schoen ueberhaengt, bietet sich der Platz vor der Steineinfassung doch regelrecht an, dort kleine Hostatoepfe aufzustellen. Da passen doch mindestens, na ja, so 6 oder 8 (?) Stueck hin.

Montag, 19.06.:
Unveraendert heiss und trocken. Im Garten keinen Schritt vorangekommen. Das Unkraut ist mit dem Boden absolut verbacken, auf dem Gemueseacker sind ausser den Steckzwiebeln nur ein wenig Mangoldsaat erschienen, der Rest (Petersilienwurzel, Moehren, Gemuesezwiebeln) ist wohl in die ewigen Jagdgruende eingegangen. Nichts, aber auch gar nichts ist aufgegangen. Frust!!
Der Rotdorn hat noch nicht richtig verblueht, da faellt das Laub schon in Massen. Ich mag diesen Dreck einfach nicht mehr sehen! Im September faellt er! Wenn wir den Liquidambar Silver King in Damme holen wird Ersatz fuer den Rotdorn mitgebracht. Bin mir noch nicht klar darueber, was es sein wird: Gleditsia triacanthos Sunburst (gelber falscher Christusdorn),  Fraxinus ornus Mescex
(Kugel-Blumenesche) oder ein Catalpa bignoides (Trompetenbaum).
Allerdings konnte ich einer weiteren Hosta (Chinese Sunrise) eine Heimstatt im Beet bieten: hinter Spilt Milk im Ahornbeet war ein Plaetzchen, ebenso fand der Farn Arachniodes simplicior var. variegata (weissbunter Lederfarn) ein Plaetzchen vor dem Ahornstubben, der Polystichum proliferum x setiferum wurde neben Rose Sebastian Kneipp auf die Ecke des Holzstalles gesetzt. Nun warten nur noch vier Farne und sechs Hostas auf ihr Eigenheim. Stimmt ja gar nicht, hab ja die Heuchera voellig vergessen. Da kommen also noch drei weitere Heimstattsuchende  hinzu. Werde morgen frueh einen neuerlichen Pflanz- und Reinigungsversuch im Garten unternehmen.
Ach, und heute ein Schnaeppchen gemacht: einen hellbeige glasierten viereckigen Topf ergattert: reduziert von 33,90 auf 10,00 €. Da kann Hosta Regal Splendor morgen gleich ihr Eigenheim beziehen.
Die Cannarhizome habe ich offensichtlich in Unkenntnis etwas sehr  feucht gehalten: sie sind hin bis auf zwei Stueck. Schade,  aber ich gebe so schnell nicht auf. Im naechsten Jahr neuer Versuch...
Nach einigen Regentropfen in der Nacht habe ich mich am Dienstagmorgen gleich in das Staudenbeet vorm Haus begeben und vom Unkraut befreit. Es war zwar immer noch entschieden zu trocken, aber immerhin liess sich ein gewisser Reinigungsfaktor erzielen. Nachdem ich dann auch noch die Oberflaeche etwas mit der Hacke aufreissen konnte, sah das Ganze dann doch schon wieder ansehnlich aus. Anschliessend gleich die Zeit genutzt und die verwelkten Bluetenstutze der Rhodos ausgebrochen. Damit war ich dann fuer die naechsten 4 Stunden beschaeftigt. In dem Zuge auch von Viscy einen total auf dem Erdboden liegenden grossen Ast abesaegt und Loy - zu seinem Wohle - um ca. 40 % dezimiert, da er seit dem letzten Jahr schon viele von der Phytophthorawelke befallene Zweige und Äste hat. Er treibt allerdings schon wieder kraeftig von innen heraus neu aus. Hoffen wir, dass es was nutzt und die Pflanze sich regeneriert. Rosenrot sieht zwar immer noch sehr, sehr leidend aus, treibt aber aus! Das laesst die Hoffnung steigen, dass er den Umzug ueberlebt, trotz des geringen Ballens. Durch die “Reinigungsaktion” ergaben sich - rein zufaellig natuerlich - auch die Pflanzplaetze fuer zwei Farne und drei Heuchera. Jetzt stehen bloss noch vier Hostas im Keller.....
Die Dickmaulruessler sind schon wieder aktiv, ebenso die Rhododendronzikaden. Und natuerlich Blattlaeuse, aber die gehoeren ja schon zum Gartenalltag.....

Am Mittwochmorgen gleich wieder mit dem Ausbrechen der welken Rhodoblueten weitergemacht, nochmals 5 Stunden. Jetzt habe ich aber etwa zwei Drittel geschafft. GG hat derweil den Kompost umgesetzt, die Komposterde koennte jetzt auf den Beeten verteilt werden - aber bei der Trockenheit? Also warten. So allmaehlich zeigen sich doch die ersten Hemsblueten: Big Boo gestern, heute Dashing Double und Moonlit Masquerade.
Diesen Besucher fand ich vorhin auf der Terrasse vor, als ich die Toepfe giessen wollte. Floesst schon Respekt ein, so ein Hirschkaefer. Was der wohl bei uns gesucht hat?

Donnerstag, 22.06.:
Es ist soweit: heute faellt die Traenenkiefer!
Um 10.00 Uhr begannen die Vorbereitungen: alle Geraetschaften wie Handbuegelsaege, Haushaltsleiter (fuer den unteren Bereich), ausziehbare Aluleiter, Seile, Astsaege etc. wurde bereitgelegt und ich stand Gewehr bei Fuss....
Ein wenig unwohl war mir bei der Sache schon: Hoffentlich faellt sie auch so, wie wir uns das vorgestellt haben und nicht etwa in die Gegenrichtung - auf Nachbars Gartenhaus - wie im letzten Jahr die Goldakazie. Oder womoeglich in die grossen Rhododendren. Aber am wichtigsten: hoffentlich schaffen wir das ohne Verletzungen! Schliesslich sind wir ja keine berufsmaessigen Baumfaeller.
Am zeitaufwendigsten war das Absaegen der einzelnen Äste bis in eine Hoehe von etwa 4 Metern. Auch hier musste schon bei den sich auf halber Hoehe befindlichen und recht ausladenden Ästen mit Hilfe eines Seiles Zug ausgeuebt werden oder aber ich habe mich unter den Ast gestellt und ihn im Fall aufgefangen und zur Seite gezogen. Von Vorteil erwies sich bei der ganzen Aktion, dass das Holz nicht sehr hart ist und somit die Äste im hoeheren Bereich dann im letzten Stueck brachen und am Stamm herunterfielen.
Am meisten Angst hatte ich vor dem Fall der Krone. Wir haben ein Seil in etwa 5 Meter Hoehe um den Stamm gebunden, ich stellte mich in entsprechender Entfernung auf und zog das Seil straff. Dann saegte mein Mann auf der Leiter stehend mit der Handbuegelsaege, was ziemlich muehselig und anstrengend war, da er sich mit der rechten Hand festhalten musste und mit der linken Hand saegte. Als der Stamm zu zwei Dritteln durchgesaegt war, zogen wir gemeinsam und die Krone brach ab und fiel senkrecht am Stamm herunter. Das Schlimmste war geschafft . Der restliche Stamm war dann sozusagen ein Kinderspiel. Inzwischen war es 13.00 Uhr und wir legten erst einmal eine Pause ein. Jetzt merkte ich erst, wie zitterig ich doch war. Nach einer Stunde ging es dann weiter: um den restlichen Stamm (“sieht aus wie ein Marterpfahl”, war GG’s Kommentar) wurde ebenfalls ein Seil gebunden und jetzt aber mit der Motorsaege der Stamm abgesaegt, der dann auch leicht und problemlos exakt nach vorne fiel. Fuer weitere 2 Stunden waren wir dann noch beschaeftigt, die grossen Äste zu entasten (die dicken Teile werden als Brennholz verwendet, der Rest landet auf der Muellkippe) und um 18.00 Uhr konnte man die Aktion als beendet ansehen.

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01.07. - 31.07.:
Samstag, 08.07.:

Nach der “Baumfaellaktion” haben wir uns am Freitag erst einmal ein wenig Erholung gegoennt - zumal es unser letzter Urlaubstag war.
Am Sonntag (25.06.) fiel dann endlich ein wenig Regen, der aber unsere Erwartungen an Feuchtigkeit bei weitem nicht erfuellte. Ebenso erfuellte auch der am Dienstag (27.06.) niedergegangene Regen die Erwartungen nicht, allerdings wurde es temperaturmaessig etwas angenehmer. Irgendwelche Jaetearbeiten oder gar Umpflanzaktionen (die ja driiiiingend erforderlich waeren!) waren nicht durchfuehrbar. Selbst wenn es feucht genug gewesen waere, bei z. T. 30 - 34 ° Hitze haette man allenfalls am spaeten Abend oder gar nachts etwas machen koennen.

Tja, und dann kam der Freitag (30.06), und unsere aeltere Tochter zog mit ihrem fast 12 1/2 Jahre alten, seit exakt sieben Jahren schwerstkranken Hund (Golden Retriever) wieder in ihr altes Kinderzimmer ein, da der Hund aufgrund seiner
Herz-, Nieren- und Wirbelsaeulenerkrankung keine Treppen mehr laufen konnte
bzw. sich sein Zustand innerhalb kuerzester Zeit so verschlechtert hat, dass er nur noch mit Hilfe sich aufrichten konnte, um sein Geschaeft im Garten zu verrichten. Den Weg zurueck ins Haus musste er schon getragen werden. Wir alle wussten, dass die endgueltige Entscheidung sehr bald getroffen werden musste....
Ich glaube, Daffy hat gespuert, dass er sein Leben hier, wo er als Welpe im Alter von acht Wochen eingezogen ist, beenden wird - im Garten, der einmal seine Heimat war....
In den naechsten Tagen genoss er es, abends oder ganz frueh am Morgen im kuehlen, manchmal noch feuchten Gras zu liegen. Am Mittwoch, in der Nacht, meldete er unplanmaessig ein Gassigehen an, worauf ihn unsere Tochter um 3.00 h in den Garten liess. Dort legte er sich dann nieder und genoss die Kuehle des Grases und wollte nicht mehr ins Zimmer. Christina holte sich ihre Bettdecke, legte sich in den Gartenstuhl und schlief dort bis 5.00 h. Dann musste sie ohnehin aufstehen, da sie in dieser Woche Fruehschicht hatte.
Am Donnerstagabend (06.07.) hechelte Daffy erstmals, ohne dass eine koerperliche Belastung vorlag. Das rief in mir schon Unruhe hervor.
Am Freitagmorgen (07.07.) konnte ihn Christina zwar noch zum Aufrichten und in den Garten Gehen motivieren, er machte allerdings schon kein Pipi und kein grosses Geschaeft mehr - aufgrund des Nierenversagens. Mittags, als mein Mann ihn in den Garten bringen wollte, schaffte er es schon nicht mehr und kotete im Zimmer ein. Inzwischen lag er auch nur noch fast bewegungslos da und hob noch nicht einmal mehr den Kopf, der Blick war auch schon recht stumpf geworden. Von Zeit zu Zeit wedelte er noch einmal mit dem Schwanz, so, als wolle er sich verabschieden.
Christina traf dann auch ohne zu zoegern die Entscheidung.....
Und, dass ein Tierarzt zu diesem Zweck ins Haus kommt, ist absolut nicht die
Regel. Aber nach ca. 3 Stunden war es Christina bzw. Joachim gelungen, nach vielen frustvollen Versuchen, einen Tierarzt zu finden, der den Hund erloest.  Die mitbehandelnde Tieraerztin der Gemeinschaftspraxis, in der Daffy seit vielen Jahren behandelt wurde, die jedoch krank geschrieben war(!) , allerdings  zu ihrer Zusicherung, Daffy von seinem letzten Kampf zu erloesen, wenn es denn so weit sein sollte, stand, kam dann gegen 20.20 h ins Haus und um 20.40 h war Daffys Leben dann beendet.
Ich moechte an dieser Stelle dieser jungen, ueberaus verantwortungsbewussten und vor allem absolut tierlieben und auch humanen Tieraerztin meinen Dank und meine Hochachtung aussprechen!
Um 22.00 h habe ich dann einige Pflanzen im aeusseren Ring der bepflanzten Rotdorn-Baumscheibe ausgegraben und mein Mann, Christinas Lebensgefaehrte und ich huben gemeinsam im Wechsel die Grube fuer Daffy aus.
Um 23.30 h. bezog er dann seinen letzten Ruheplatz - neben seinem Bruder, der vor nunmehr fast sechs Jahren am Abend vor Silvester 2000 dort seinen Platz fand, in der Naehe unseres ersten Hundes, eines Kurzhaardackels namens Bazi, der bereits seit dem 8. Januar 1994 am Fusse des Rotdorns ruht.
Der Garten hat also waehrend der vergangenen sieben Tage nur noch Bedeutung fuer Daffy gehabt - die Pflanzen und damit verbundene Pflichten blieben
nebensaechlich-------
Ein Garten, der nicht nur uns erfreut und unserer Erbauung dient, sondern der auch den (Haus-)Tieren gehoert. Natuerlich hat so manche Pflanze durch das Hunde- Pipi gelitten, ebenso der Rasen. Darueber haben wir aber hinweggesehen, denn alle unsere Hunde haben sich hier wohl gefuehlt, es war/ist ja auch “ihr” Garten... Allein aus diesem Grunde ist auch noch ein gewisses Mass an Rasenflaeche vorhanden. Wo und wie sollte sich ein Hund spontan bewegen koennen, wenn da nur Beete und Wege waeren?

Drei Hunde haben wir in diesem Garten schon begraben - Thaj, der kleine Gartenkoenig, geniesst den Garten noch.......

Montag, 10.07.:
Am gestrigen Vormittag erst einmal auf dem Gemueseacker fuer Ordnung gesorgt. Die Feuchtigkeit - allerdings weniger als erwartet - nach dem Regen am Freitagabend und in der Nacht zum Sonntag musste man nutzen. Entgegen der urspruenglichen Annahme sind jetzt doch ein paar einzelne Moehren aufgegangen, ebenso zwei Haende voll Gemuesezwiebeln. Bin ganz schoen frustig, dass von dem teuren Saatgut so gut wie nix aufgegangen ist. Ist aber bei den Nachbarn rundum auch nicht anders. Die haben auch alle schon das zweite oder gar dritte Mal ausgesaet. Woran mag das liegen? An der Witterung oder evtl. am Samen......?
Heute war es nicht ganz so heiss wie waehrend der vergangenen Tage. Der Wetterbericht fuer die naechsten Tage verspricht aber schon wieder Sonne pur und Temperaturen bis 28/29 °. Wann kann man dann im Garten etwas schaffen? Da ich ziemlich unter der Hitze leide, ist es selbst am Abend nicht vor 20.30 Uhr moeglich, mal die verbluehten Rosen abzuschneiden oder Unkraut zu jaeten. Das ist aber auch nur im Bereich der Terrasse moeglich, da in dem Beet am Zaun ab 17.00 Uhr Unmengen an Muecken sich tummeln und ueber einen herfallen, wenn man sich dort laengere Zeit aufhaelt. Das ist eben das Los der Berufstaetigen: bei unguenstigen Witterungsbedingungen bleibt im Garten schon viel auf der Strecke, will sagen, es wird nichts gemacht. Bloss gut, dass wir Menschen nicht das Wetter bestimmen koennen, es waere wahrscheinlich das absolute Chaos!
Jetzt warte ich darauf, dass sich die Sonne verzieht, damit ich noch einige der Taglilienblueten fotografieren kann. Bin in diesem Jahr doch ziemlich enttaeuscht von mehreren Sorten. Bei Absolut Treasure z. B. von inzwischen 8 geoeffneten Blueten nicht eine einzige, die makellos war. Alle Blueten sind in der Farbauspraegung fehlerhaft, teilweise sogar etwas missgeformt. Diese Farbmaengel sind auch bei verschiedenen anderen Sorten zu beobachten. Bin am Überlegen, ob ich mich nicht von diesen Sorten trennen soll.

Sonntag,17.07.06:
Die ganze Woche kein Regen, es ist schon wieder knochentrocken.
Habe jetzt ein neues Laster fuer mich entdeckt bzw. wurde durch ein Mitglied des Gartenforums dahin gebracht: will jetzt eigene Tagliliensaemling/-kreuzungen schaffen. Bin nun seit Freitagnachmittag am Bestaeuben! Geht natuerlich erst einmal alles kreuz und quer, da ich absolut keine Ahnung davon habe. Macht aber andererseits auch Spass, da man ist ungeheuer gespannt, was dabei wohl herauskommen wird!
Am Samstag endlich, nach fast drei Wochen, die drei Rosenstaemmchen, die ich von meinem “alten” Chef zum Geburtstag bekommen habe, in Toepfe gepflanzt. und auf der Terrasse aufgestellt. Gefaellt mir recht gut, weil dadurch die vielen Toepfe mit Hems eine Abstufung erfahren.
Die meisten Pflanzen, die ich wegen des Aushubs der Grube fuer Daffy aus dem Beet aufgenommen habe, sind nach dem Einpflanzen wieder gut angegangen - bis auf einen Enzian, der sieht gar nicht gut aus! Also abwarten!

Sonntag, 24.07.06:
Die Woche setzte sich ohne Regen fort mit staendig steigenden Temperaturen, die am Donnerstag und Freitag  ihren Hoehepunkt mit 35 ° fanden. Seit dem Wochenende ist der Rasensprenger und der Schlauch schon wieder regelmaessig im Einsatz. Ein erster Verlust ist zu beklagen: eines der beiden Geranium gravateye, am Rand der Trockenmauer gepflanzt, duerfte hinueber sein, macht so den
Eindruck. Hab’s zu spaet bemerkt, dass hier zeitige Wassergaben vonnoeten gewesen waeren. Die Hostas stecken die Trockenheit noch einigermassen weg, zeigen kaum Schaeden. Bei den Taglilien sieht das doch schon anders aus. Einige bilden Knospen gar nicht weiter, sondern werfen sie vorzeitig ab. Andere treiben die Bluetenstengel nicht weiter aus dem Laub, sondern bleiben auf 25  - 30 cm Hoehe stehen. Dass bei vielen das Laub vertrocknet bzw. gelb wird, bedarf eigentlich gar keiner Erwaehnung mehr. Etwas kann ich auch absolut nicht verstehen. Obwohl wir in diesem Jahr einen recht langen und auch frostreichen Winter hatten, gibt es so viele Schnecken und Kartoffelkaefer wie nie zuvor! Das haben mir auch viele der doch schon alten (ca. 75 Jahre ) Gartenbesitzer neben unserem Gemueseacker bestaetigt. Dass die Maeuse/Wuehlmaeuse in diesem Jahr fuer grosse Schaeden gesorgt haben, ist irgendwo verstaendlich. Nicht verstaendlich ist jedoch die Menge der Schnecken und Kartoffelkaefer. Wir haben vor gut einer Woche mit Neem gespritzt, aber es sind schon wieder jede Menge Larven auf den Pflanzen.

Habe mich von einem Gartenforummitglied doch tatsaechlich dazu motivieren lassen, meine Hemssorten zu kreuzen!! Na, da bin ich ja gespannt, was dabei herauskommt! Habe die abenteuerlichsten Kreuzungen vorgenommen - ohne jegliches Konzept. Jetzt heisst es warten und hoffen, dass die Samen sich ausbilden und zur Reife gelangen. Das ist eine Passion, zu der es viel, viel Geduld, Ausdauer und Zeit bedarf. Ob ich das alles wohl dauerhaft aufbringen werde?? Selbst wenn meine “Bienchentaetigkeit” von Erfolg gekroent sein sollte: wo und wie bringe ich die Samen dann im Winter aus? Dazu brauche ich doch Platz, um die Schalen/Toepfe mit den Plastikhauben anfaenglich, spaeter nur die Toepfe
aufzustellen. Und wo stelle ich die Toepfe im Fruehjahr, wenn die “Sproesslinge” an die Luft muessen, auf? Mag daran noch gar nicht denken......
Rueckblickend kann man jetzt schon sagen, dass es - abgesehen von einigen Regenfaellen, die aber nur fuer ein oder zwei Tage Wirkung zeigten - es seit Pfingsten kaum nennenswerte Niederschlaege mehr gegegeben hat. Das heisst, wir muessen bereits jetzt permanent auch die Beete giessen/waessern. Und der Sommer kann noch lang werden - der ganze August liegt noch vor uns!
Bei den Taglilienfotos ist nur erst einmal Schneckentempo angesagt: nur wenige Blueten haben morgens um 5.30 Uhr schon so gut geoeffnet, dass ein Foto gelingt. Am Abend sind die meisten - vor allem die dunklen Farben - total ausgebleicht, dass sich auch hier kein Foto lohnt. Und wieder der Stossseufzer: wie gut haben es da die Rentner oder Nur-Hausfrauen - moechte aber trotzdem mit keinem tauschen!

Am Donnerstag (21.07.), gegen 19.00 h, fernes Donnergrollen und tatsaechlich einige dicke Regentropfen, aber nur ein paar, das Giessen blieb nicht erspart!
Am Samstagabend ploetzlich heftiger Wind, beinahe sturmaehnlich, es wird zunehmend dunkler/trueber,  kommt da was? Warten so sehnlichst auf Regen!!  Nein, wieder nix!
Muss doch die vor einer Woche angekommenen Iris einpflanzen! Wie?? Wohin?? Jetzt stehen sie erst einmal im Wasser....
Die ersten Samenkapseln an den Hems bilden sich -  auch da, wo ich als “Bienchen” fungiert habe. Jetzt heisst es wieder warten, warten, bis die Kapseln reif sind.
Habe die Iris erst einmal in der Zinkwanne und im Topf “Ich-weiss-noch -nicht- wohin-damit zwischengeparkt.
Sonntagabend, es regnet ein wenig und fernes Donnergrollen. Sieht beinahe so aus, als bliebe uns das allabendliche Giessen erspart - wenigstens fuer einen Abend...
In der Nacht zum Montag (31.07.) hat es wohl doch noch etwas geregnet, denn am naechsten Morgen sah das Erdreich ganz gut feucht aus. Also, war fuer den Abend das Unkrautjaeten angesagt, was sich auch gut praktizieren liess, da sich die Temperaturen inzwischen auf 24 Grad erniedrigt hatten. So koennte es jetzt
bleiben....

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01. August - 31. August:
Sonntag, 06.08 - Samstag, 12.08.:

Am Dienstag sind die Temperaturen weiter gefallen, nur noch 22 Grad, trotzdem noch angenehm. Am Abend dann wieder kraeftige Regenschauer, die mich zwang, das Unkrautjaeten vor dem Haus einzustellen. War aber bis auf einen kleinen Bereich fast fertig. Trotz der Regenschauern der vergangenen Woche ist der Boden nur oberflaechlich feucht. Viele Unkraeuter musste ich mit dem kleinen Schaufelchen im Wurzelbereich lockern, um sie effektiv zu entfernen. Der Ackerschachtelhalm und die Winden haben noch um ein Vielfaches in dem ehemaligen Heidegarten zugenommen. Ich weiss nicht, wie wir dem noch beikommen koennen. Bin der Verzweiflung nahe. Irgendwann muss ich die freiliegenden Flaechen doch wieder mit Heide bepflanzen.
Am Mittwochmorgen war es erstmals empfindlich kuehl, 11 Grad! Auch im Laufe des Tages stiegen die Temperaturen nur bis auf 19 Grad. Am Abend dann erneut kurze Regenschauer. Der Garten macht jetzt aber doch wieder einen etwas freundlicheren, lebhaften und erfreulichen Eindruck, da die Stauden mal wieder im Blickfeld stehen und nicht das Unkraut! Leider vertrocknen die Hemsblueten immer noch und auch die bereits angesetzten Samenkapseln kommen bei vielen ueber ein bestimmtes Stadium nicht hinaus, dann vertrocknen sie und der ganze Stengel vertrocknet. Ich vermute mal, dass das die Auswirkungen der langen Trockenperiode sind und die Hems jetzt einfach zu wenig Kraft haben, um die Samenkapseln zu halten/voll auszubilden. Schade. War so gespannt, was bei meinen Kreuzungsversuchen rauskommen wuerde. Aber einige Sorten bilden doch einige wenige, manchmal nur eine einzige, Samenkapseln aus. Bei verschiedenen Sorten sind die Dinger sogar beinahe ueberdimensional gross. Bei den Hostas zeigt die Trockenheit der vergangenen Wochen jetzt aber auch erste Spuren: viele haben sich, aehnlich wie die Hems, sozusagen “zurueckgebildet”, sind weniger geworden, viele Blaetter sind vertrocknet bzw. zeigen Trockenheitsschaeden.  Ob ich mit GG mal ueber so ein Schlauch-Bewaesserungssystem fuer die Beete diskutiere??? Vielleicht faellt ihm ja dazu etwas ein.... 
Fuer die Rosen ist dieser Sommer der absolut ideale Sommer: fast alle stehen voll im Laub! Und das, obwohl GG nur dreimal bisher gegen Sternrusstau gespritzt hat! So gesund haben alle meine Rosen seit vielen Jahren um diese Zeit nicht mehr dagestanden. Und zwischenzeitlich  haben sie fuer den zweiten Durchgang geruestet. Die ersten Knospen werden sicher bald aufgehen.
Von Margret Merrill bin ich aber enttaeuscht! Ich wuerde sie am liebsten aus dem Beet fuer immer entfernen. Sie ist eine Sorte, die extremst sternrusstauanfaellig ist. Sie hatte kaum ausgetrieben, stand sie schon nackt da! Das macht keine Freude. Obwohl sie einen wundervollen Duft hat, eine ebenso wundervolle Knospe, reicht mir das ganz einfach nicht, um sie zu behalten oder gar zu empfehlen. Schaetze, im Oktober wird eine Entscheidung getroffen.
Inzwischen haben sich die Temperaturen wieder so bei 23/24 Grad eingependelt. Allerdings laesst der fuer unsere Region fuer jeden Tag vorausgesagte Regen nichts von sich spueren, zumindest nicht in unserem Garten. Nur einen Kilometer weiter hat es beinahe taeglich ergiebig geregnet.
Mir faellt gerade ein, dass ich ja fuer dieses Jahr gar keine Gruenkohlpflanzen gesetzt habe. Als es an der Zeit war (Ende Juni/Anfang Juli) die Pflaenzchen zu setzen, war es derart trocken, dass ich es von einem  Tag auf den naechsten verschoben habe, in der Hoffnung, es regnet zwischendurch mal. Pustekuchen. Nu isses zu spaet!
Fazit: der Gemueseanbau war in diesem Jahr kein bisschen erfolgreich. Lediglich Mangold (eine halbe Reihe!) ist aufgegangen und die Zwiebeln sehen einigermassen gut aus. Da koennen wir uns gluecklich schaetzen, dass wir nicht auf unseren Eigenanbau ausschliesslich angewiesen sind. Sicherlich waere mehr moeglich
gewesen, aber die Berufstaetigkeit fordert einfach ihren Tribut. Vielleicht waere auch mehr moeglich gewesen, wenn da nicht so viel Ziergarten vorrangig zu bearbeiten waere - die Zeit fehlt dann ganz einfach. Trotzdem werde ich wohl im naechsten Jahr wieder meine Gemueseanbauversuche weiterfuehren.....
Ach ja, habe doch tatsaechlich fuer eine der Iris intermedia einen Platz vorm Haus gefunden. Auch fuer eine zweite bzw. dritte Iris kam mir heute die Erleuchtung: um den Teich herum muss ich (schon wieder!!) etwas umstrukturieren, deshalb wird oder werden wohl eine oder zwei der Iris da noch ihre (vorlaeufige??) Heimat
finden.
Am Donnerstag und Freitag temperaturmaessig ganz angenehm, aber windig. In der Nacht von Freitag auf Samstag wieder Regen - bloss bei uns wieder zu wenig. Es ist nach wie vor viel zu trocken und die Stauden leiden sehr.

Sonntag, 13.08 - Samstag, 19.08.
Frust ueber Frust! Die Trockenheit laesst die sowohl durch meine Bienchentaetigkeit entstandenen als auch die durch die Profibienen entstandenen Samenkapseln an den Taglilien vertrocknen oder verfaulen, die Stengel vertrocknen allesamt. Wahrscheinlich werden nicht mehr als 5 Prozent dessen, was an Samenkapseln angesetzt sind, zur Reife kommen. Das ist meiner anfaenglichen Begeisterung, mit der ich mich an dieses spannende Abenteuer gewagt habe, nicht dienlich. So erhaelt meine neue Passion bei der Hemskultur schon einen Rueckschlag , kaum dass sie begonnen hat.
Die sonst so trockenheitsliebenden Iris sehen zum Erbarmen aus, einige Geraniuemmer leiden immens, die Hostas zeigen erste Verfallserscheinungen, hier erhebt sich die Frage: bedingt durch die Trockenheit oder naht der Herbst wirklich schon?? Das kann (und will) ich eigentlich nicht glauben und tippe eher auf Trockenheitsschaden.

Obwohl in den letzten zwei Wochen immer wieder mal Regen fiel - es ist einfach zu wenig! Ich mag diese gelb-braunen und immer weniger werdenden Hems, Hostas, Iris und so manche andere Staude gar nicht mehr ansehen - nein, der Garten ist und macht keine Freude mehr zur Zeit!
Die Kaelte der letzten Woche hat sich auch in dieser Woche gehalten: Sonntag zwar 19 Grad, in der Nacht jedoch wieder nur noch 8 Grad; Montag nur 18 Grad, Dienstag mal wieder 20 Grad.

Sonntag, 20.08 - Donnerstag, 31.08.
Endlich etwas ergiebiger Regen (in der Nacht von Sonntag auf Montag, am Montagvormittag nochmals). Schaffe es zwar wieder nicht, gleich am Dienstagabend Unkraut zu jaeten, dafuer werden am Donnerstag dann die Iris radikal zurueckgeschnitten (die Morbiditaet der Pflanzen ist fuer mich nicht mehr
ertraeglich!. Am Freitagnachmittag nochmalige Regenschauern und ziemlich kalt. Sind am Überlegen, ob wir morgen oder am Sonntag zum Pflanzenmarkt am Kiekeberg fahren. Habe mich ganz spontan dazu entschlossen - ist ausserdem eine Moeglichkeit, die via Internet kennengelernte Garten-/Pflanzenfreundin Veronika endlich einmal persoenlich zu kontaktieren.
Haben aufgrund des Wetters umdisponiert und sind erst Sonntag zum Kiekeberg gefahren. Ein Treffen mit Veronika hat nicht geklappt, schade, koennte aber im Fruehjahr erneut angegangen werden.
Der Kiekeberg ist eine Reise wert! Von uns locker mal ca. 310 km ein Strecke - aber lohnenswert! Allein schon die Anlage (trotz 6,00 € Eintritt fuer das Museum) ist einen Besuch wert. Moeglicherweise ist wohl das Ambiente dieses Museums der Grund, warum dieser Pflanzenmarkt sich von manch anderem, den wir in den vergangenen Jahren besucht haben, abhebt. Wir waren total begeistert, konnten uns lange und ausfuehrlich mit Thomas Ahrens unterhalten (nicht nur ueber Hostas, nein, auch ueber Rom und die damit verbundenen kuenstlerischen und kulturellen Highlights), GG’s Geschmacksnerven kamen voll auf ihre Kosten - alles in allem waren wir total begeistert und werden ganz sicher im naechsten Fruehling wieder hinfahren.
Natuerlich bin ich nicht mit leeren Haenden zurueckgekommen - warum faehrt man schon mehr als 600 km???
Stellt doch GG, kurz, nachdem wir im Auto sassen und Richtung Bundesstrasse fuhren, die angstvolle Frage: “Aber, Du willst doch nichts kaufen?? Oder?? Du brauchst doch nichts mehr!?!?!” Worauf ich ihm antwortete: “Glaubst Du, wir fahren mehr als 300 km, bloss, um vor den Toren Hamburgs im Regen spazieren zu gehen?”......
Ich habe mich dann aber doch ziemlich zurueckgehalten, zwangslaeufig (ist ja kein Platz mehr da!!), und nur vier Hostas, zwei Farne, einen Lerchensporn und zwei Heucheras gekauft.
Die naechsten Tage waren wieder recht kuehl mit hin und wieder kraeftigen Regenschauern, am Dienstag sogar mit Hagel. Am 31.08. erstmals kein Regen mehr - ist auch genug, dachte ich.
 

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Freitag, 01.09. - Samstag, 30.09.:
Am Samstag (02.09.) versucht, die ersten Erwerbungen vom Kiekeberg an Ort und Stelle zu bringen. Ist natuerlich wieder nur zum Teil gelungen wegen Platzmangels.
Um einen Farn und eine Hosta unterzubringen, musste der Holzkuebel vor dem Zaun umarrangiert werden. War insofern kein Problem, da mir die Kombination ohnehin nicht mehr so gut gefiel. Also, Efeu erst einmal heraus, geteilt und in zwei Toepfe verbannt. Hosta Sugar Babe fand Asyl im Holzkuebel, in dem Rhod. Blanka dominiert. Hier musste natuerlich ein Ableger der Aster dum. Judith weichen (wurde in drei Toepfe verteilt), um Platz zu schaffen fuer Hosta Sugar Babe. Hosta Fragrant Blue musste in Einzelhaft gehen (Topf), um Platz zu schaffen fuer June Present und Yankee Blue sowie dem Farn Ath. f.-f. Frizelliae.
War am Donnerstag (05.09.) kurz auf dem Gemueseacker: das Kartoffelkraut ist total weg!! Nur noch Winden, Winden, Winden. Die Schnecken haben die dort ausgelagerten Hemerocallis z.T. total abgefressen! Bin voellig frustiert!

Am Wochenende (08.-10.09.) fahren wir erst einmal zu Freunden und werden am Samstag im Ahrtal radeln. Das baut wieder etwas auf...

Entgegen jeglicher Wettervorhersagen hat es bei uns immer noch nicht geregnet! Der September ist vorueber und alles ist pulvertrocken. Viele der Hemerocallis verlieren das Laub und die Faecher haben nur nur die Haelfte bzw. ein Drittel ihrer urspruenglichen Groesse. Habe deshalb das Laub der am staerksten unter der Trockenheit leidenden Taglilien eingekuerzt.

Heute (Samstag, 30.09.) endlich den bereits im Mai reservierten Liquidambar styraciflua “Silver King” in Damme abgeholt - natuerlich ist es nicht bei dem einem Baum geblieben. Es fanden im Transporter darueber hinaus Platz: ein Viburnum x hillieri Winton (wintergruener Schneeball, aber nur ca. 40 cm hoch, soll eine Heimstatt im Kuebel finden), ein Cornus racaemosa (Baumhartriegel, ca. 3 m hoch) und ein Cornus florida Cherokee Chief. In den Cornus racaemosa hatte ich mich auf den ersten Blick verliebt, er wird anstelle des Rotdorns den Garten verschoenern. Um Mitnahme gebettelt haben noch ein Laburnum alpinum Columnare (Saeulen-Goldregen), ein Acer palmatum Koto maru (jap. Zwerg-Ahorn), ein acer jap. Aureum (goldgelber Eisenhutahorn) und ein Acer jap. Aconitifolium (jap. Eisenhutahorn). Die naechsten Wochen und Monate werden jedenfalls mit Pflanzplatzsuche bzw. -planung ausgefuellt sein. Das naechste Fruehjahr kommt bestimmt......
Die Trockenheit hat erste Opfer gefordert: zwei Rittersporne und der Fruehlingseisenhut sind dahin. Des weiteren musste ich Heuchera Greenfinch entsorgen, weil voller Dickmaulruesslerlaven. Diese Plage waechst sich zu einem ernsthaften Problem aus.
Ach ja, und schon wieder zwei Strauchpaeonien bestellt. Konnte einfach nicht widerstehen.

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Sonntag, 01.10. bis Dienstag, 31.10.:

Donnerstag, 05.10., erste Herbstarbeiten vorgenommen bei herrlich sonnigem Herbstwetter. Nachdem es in den vergangenen Tagen/Naechten etwas geregnet hat, war mal an Unkraut ausreissen zu denken, nicht nur abreissen. Habe mir dazu zuerst die Rosenrabatte vorgenommen. Als ich da so zwischen den nackigen Rosenstoecken die sternrusstauinfizierten Blaetter abgesammelt habe, die z. T. manchmal schon mehr als duerftigen (naemlich nur noch eintriebigen) Rosen betrachtet habe, kam ich zu den Entschluss: es werden einige/mehrere Rosen vermuellt! Habe natuerlich sofort den Spaten herbeigeholt - aber Pustekuchen! Nach fuenf Zentimetern war Schluss. Dachte erst, ich sei auf einen Stein gestossen. Aber auch nach mehrmaligen und an anderer Stelle erfolgtem Nachstechen kein Erfolg. Der Spaten streikte bei max.
10 cm! Pulvertrocken! Also, erst einmal diese Aktion zurueckgestellt. Aber..... schon fing das Planen an! Was ist aus der jetzt eher halbschattigen Rabatte zu machen? Waere da nicht Platz fuer die Eichblatthortensie, die in der Zinkwanne entschieden zu gross wird? Wie waere es mit weiteren Strauchpaeonien (sind natuerlich umgehend zwei bestellt worden!)??
Die in der Mitte angesiedelte Strauchrose Boule de Neige wird - sicherheitshalber, weil offenbar etwas frostempfindlich - in einen Kuebel wandern. An diese Stelle koennte z. B. die Eichblatthortensie ruecken. Oder eine weisse Strauchpaeonie? Was wuerde sich wohl noch so anbieten? Eigentlich bin ich den Nachbarn gar nicht so boese, dass aufgrund der Gestaltung ihres Grundstueckes aus meiner ehemals sonnigen Rosenrabatte nun ein halbschattiges Beet geworden ist. Kann ich hier doch endlich den Halbschatten/Schatten liebenden Pflanzen ein Zuhause geben. Also, schon wieder Umgestaltung! Ich sehe, die naechsten Wochen und Monate werden nicht langweilig....

Unsere Kartoffeln sind immer noch in der Erde. Kriegen es zeitlich einfach nicht auf die Reihe. Ist wohl doch ein wenig viel, was wir uns fuer den Urlaub vorgenommen haben: neue Kueche, neue Heizung und Garten winterfest machen. Schliesslich ist man bei Renovierungsarbeiten nie vor unliebsamen Überraschungen sicher! Und an denen durften wir uns erfreuen! Also, die Kartoffelernte wird nicht vor dem 20. Oktober erfolgen. Ob dann noch was da ist ....? Der Mangold ist auch schon wieder erntereif. Der waechst auch wie Unkraut. Na ja, will nicht meckern, er schmeckt halt einfach gut. Und naechste Woche wird ja die Kueche endlich wieder benutzbar sein, so dass ich den Mangold verarbeiten kann. Also Mangold, noch eine Woche Geduld!
Nix war mit Kuechenbenutzung. Erst heute (Samstag, 14.10.) alles geputzt und ab jetzt benutzbar. D. h., die geplante Gartenarbeit ist in den vergangenen zwei Wochen nicht erfolgt: die drei am 30.09. von Damme geholten Baeume stehen weiterhin in ihren Kuebeln verteilt und “angeleint” auf dem Grundstueck herum, die Kartoffeln sind immer noch in der Erde, das Unkraut wuchert in den Taglilienbeeten, das Paket mit 70 Heidepflanzen steht immer noch im Keller herum - und nach wie vor ist es entschieden zu trocken.
Habe heute drei der vor einigen Tagen gekommenen Baumpaeonien eingepflanzt waehrend GG die Kueche fertigtapeziert hat. Das war die reinste Tortur! Ab 10 cm war der Boden knochentrocken und bretthart. Weiss gar nicht, wie lange ich fuer so ein Pflanzloch gebraucht habe! Bin dabei aber ganz vorschriftsmaessig vorgegangen: ins Pflanzloch Komposterde, Torf, Katzenstreu (!) und Hornspaene. Das alles gut mit Gartenerde vermischt und dann die edlen Teile hineinbugsiert. Ach ja, und zuvor die Rose Boule de Neige (sicherheitshalber) in einem Kuebel verfrachtet und an deren Stelle die Eichblatthortensie aus der Zinkwanne gepflanzt. Wollte gerade die Erde um die Eichblatthortensie anfuellen, was sehen meine Augen???   Ruesselkaeferlarven!!! Also, Eichblatthortensie raus, ausgeschuettelt, die Mistviecher in ein leeres Marmeladenglas  gefuellt, die Erde aus der Zinkwanne seziert, die mit Ruesselkaeferlarven besetzten Teppichprimeln vermuellt und in die Zinkwanne dann eine Bauernhortensie gesetzt, nein, setzen wollen. Habe vorsichtshalber mal mit Brille ganz genau den Ballen inspiziert - und siehe da! Ebenfalls Ruesselkaeferlarven! Also die Eichblatthortensie und Bauernhortensie in einen Eimer, mit Careo
(Spritz-/Giessmittel, das Ruesselkaefer vernichten soll) gegossen. Lasse sie mal ueber Nacht in dem Wasser stehen , hoffe, dass die Larven dabei ersaufen und werde die Hortensien morgen in die Zinkwanne bzw. ins Beet setzen.

Samstag, 21.10.:
Heute endlich die ersten Heidepflanzen in die Erde gebracht! 10 Tage lang hat der Karton mit den Pflanzen unausgepackt im Keller gestanden - die Pflanzen haben es problem- und klaglos weggesteckt. Waren aber auch super verpackt: Ballen gut feucht, jede Pflanze in feuchtes Zeitungspapier eingepackt, zwischen die einzelnen Lagen auch noch feuchtes Zeitungspapier gelegt und das Ganze mit Plastikfolie zugedeckt, mit der der Karton ausgelegt war. Die Heidegaertnerei in Bispingen ist absolut zu empfehlen! Sehr kraeftige, gut durchwurzelte Pflanzen/Ballen.

Mehr als 25  von 70 Heidepflanzen habe ich aber nicht geschafft. Einerseits, weil ich erst am Nachmittag begonnen habe, zum anderen haette ein frueherer Beginn auch nichts gebracht, da GG beim gestrigen Umgraben der Pflanzflaeche auf ein unterirdisches Wespennest gestossen ist! Nachdem wir gestern erst einmal den Wasserschlauch zu Rate gezogen haben, was aber keinen nennenswerten Erfolg brachte, ausser der Tatsache, dass GG und ich uns an mehreren Wespenstichen erfreuen durften, wurde heute Benzin hineingegossen und angesteckt. Leider schwirrten am Spaetnachmittag immer noch ein paar Dutzend Wespen auf der Suche nach ihrem Nest in diesem Areal herum, so dass GG den Rest nicht umstechen konnte. Wir hoffen nun auf den morgigen Sonntag, um dann die Aktion Heidepflanzung zu beenden.
Und da GG im Heidegarten nicht weiter kam, hat er dann ganz spontan begonnen, die ersten Pflanzloecher fuer die drei neuen Baeume, die ebenfalls seit drei Wochen ihr Dasein im Topf und angeleint (damit evtl. Sturm sie nicht umwerfen kann) fristen. Auch die sollen morgen ihr kuenftiges Quartier beziehen. Und noch etwas steht fuer morgen auf dem Plan: den Rotdorn faellen. Na, ob das alles so klappt in den paar Nachmittagsstunden??
Und heute ist auch der letzte Wacholder (was hat mich bloss mal an diesen Gewaechsen fasziniert??) im ehemaligen/kuenftigen Heidestueck dem Spaten und der Saege zum Opfer gefallen. Der Boden im Umkreis von 1,50 m um dieses Gehoelz ist knochentrocken. Auf dem Areal kann ich erst einmal keine Heidepflanzen in die Erde bringen. Da reicht des Waessern der Pflanzen nicht aus, hier muss erst einmal kraeftig Regen den Boden durchfeuchten.
Jetzt muss nur noch die Zwergfichte (ist immerhin auch schon 180 cm hoch) vorm Haus, hinter Rhododendron Tatjana entfernt werden.... - der Platz bietet sich doch an fuer einen Saeulen-Goldregen........ oder irgend etwas anderes meiner “Gehoelztraeume”.

Die Kartoffeln sind vor drei Tagen auch geerntet worden - bescheidene vier 20 Liter Eimer. Waren wohl ziemlich viel gruene Kartoffeln dabei. Schaetze, GG hat sie nicht ausreichend hoch angehaeufelt...
Der Mangold muss auch schon wieder geerntet werden!

Dachte doch, heute frueh trifft mich der Schlag, als ich mit GG den Platz fuer die neuen Baeume festlegte: vor zwei Wochen alle Beete vom Unkraut befreit - sie sind schon wieder grasgruen!!!! Ich glaube es ja nicht!
Oh Mann, da faellt mir ein: muss ja noch die letzte Baumpaeonie pflanzen! Die muss doch noch irgendwo im Karton im Keller stehen.......Ach ja, und da ist doch auch noch das Stueck, das ich vor einer Woche von einer als gelb bluehenden Baumpaeonie abgeteilt habe, die ich vor vier Jahren auf der Raritaetenboerse in Erfurt gekauft habe und die noch nicht eine einzige Bluete bis dato hervorgebracht hat,  da sich im Mai herausgestellt hat, dass aus der Baumpaeonie eine rotbluehende Staudenpaeonie ausgetrieben ist! Dieser Kauf war wohl irgendwie ein Missgriff. Auf jeden Fall ist die obskure gelbe Baumpaeonie erst einmal im Topf gelandet (letzte Chance fuer das Ding!) und an deren Pflanzplatz im Beet auf der Rosenrabatte eine der Neuerwerbungen - Hoki, rotbluehende Strauchpaeonie.

Ich glaube, diesen Herbst kriegen wir die Kurve nicht - diese Renovierung/ Erneuerung hat alles durcheinander gebracht, wir haengen mit dem Garten total hinterher. Weiss gar nicht, wie wir das alles noch auf die Reihe kriegen sollen. Viel Zeit haben wir nicht mehr.....Die Abende geben nichts mehr her, und was bleibt noch an Wochenenden?

Temperaturmaessig heute optimal zum Arbeiten: knapp 20 °, trocken, sonnig, man konnte im T-Shirt werkeln.

Sonntag, 22.10.:
Uff, alles geschafft!! Es lief heute wie von selbst! Trotz der immer noch nach ihrem Nest suchenden Wespen (mehrere Stiche musste ich leider hinnehmen) habe ich alle noch verbliebenen Heidepflanzen in die Erde gebracht, das Pennisetum Hameln geteilt und an zwei neuen Standorten eingepflanzt, ja, und zu guter Letzt auch die ziemlich trocken aussehende Baumpaeonie eingepflanzt! Ich bin aufs Hoechste befriedigt! Es war aber auch ideales Gartenwetter: 20 Grad warm, sonnig, eine wunderbare Herbstluft - was will man mehr? Ein unbeschreiblich schoener Oktobertag!!
GG hat zwei der drei Baeume auch an Ort und Stelle gebracht. Dabei hat mich der Cornus florida regelrecht zu Begeisterungsstuermen hingerissen: eine traumhafte Herbstfaerbung!! Das Laub ist total weinrot mit helleren roten Nuancen und noch schwachen gruenen Ansaetzen! Einfach phantastisch!! Bin unendlich froh, mich fuer diesen Strauch entschieden zu haben. Vielleicht sollte man, bevor man einen Baum/Strauch kauft, sich diesen im Fruehling und im Herbst in natura ansehen.....- in der Baumschule Enneking in Damme jederzeit moeglich und absolut empfehlenswert.
Bin natuerlich ein wenig betruebt, dass ich den Sonntag, der ja eigentlich arbeitsfrei sein sollte, dazu missbraucht habe. Aber irgendwie und irgendwo lassen sich einfach nicht immer alle Regeln einhalten, wenn man berufstaetig ist. 

Mangold muss weiter warten....

Sonntag, 29.10.:
Die vergangene Woche hat fuer einen Oktober einen sozusagen “Hitzerekord” beschert: an einigen Tagen hatten wir fruehmorgens um 6.30 Uhr Temperaturen um 15 Grad! So warm war es manchmal im August nicht! Lt. Tageszeitung ist dies der absolut waermste Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Am Donnerstag hatten wir Tagestemperaturen von 23 Grad. Wahnsinn!!
Im Garten immer noch nicht fertig. Am Abend ist ja auch nichts mehr dran. Na, wenigstens hat GG am Donnerstag schon einmal das groebste Unkraut aus den Beeten entfernt. Das Umstechen des Gemueseackers steht auch noch an, die Rosen muessen irgendwann angehaeufelt werden - dazu muss auch noch Erde herangeholt werden (wird wohl wieder vom Feld hinter dem Gemueseacker gemaust werden) -, drei bestellte Rosen werden sicherlich auch bald geliefert werden, die Strauchrose Mme. Lauriol de Barney muss noch verpflanzt werden, der Cornus racaemosa steht immer noch in seinem Kuebel herum, der Rotdorn muss noch gefaellt werden, die Baumscheiben um den Liquidambar und den Cornus florida muessen noch angelegt  und entsprechend mit Steinen berandet werden, Clematis Niobe soll verpflanzt werden, ach ja, und die Toepfe muessen auch noch winterfest gemacht werden, und, und, und.......

Mangold immer noch nicht abgeerntet......

Und im Keller stehen mehrere Kilo Quitten, die auch noch verarbeitet werden wollen. Habe dummerweise gestern vergessen, Einmachzucker zu kaufen - wollte ja doch eigentlich heute Marmelade und Gelee von den Quitten machen. Aber ich denke, die halten sich noch eine Woche. Der ganze Keller ist erfuellt vom Geruch dieser Fruechte ! Wenn man die Tuer oeffnet, stroemt einem dieser wundervolle aromatische Duft entgegen. Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich den Einmachzucker vergessen habe - dadurch laesst sich der Duft noch ein wenig geniessen.... Irgendwie aber schade, dass diese Frucht so wenig Beachtung findet. Ich koennte mir vorstellen - einfach nur um des Duftes willen -  so lange wie moeglich einige Fruechte in der Obstschale in der Kueche zu lagern. Ob ich das mal versuche? Habe auch im Internet einige Rezepte gefunden zum Einwecken bzw. zur Zubereitung als Kompott und dadurch als Beigabe zum Eis oder einer Mousse.
Quitten sollen wohl auch sehr wohlschmeckend als Beilage zum Wild sein...... Ach, ich merke schon, jetzt kommt wieder die Zeit, der Kochlust zu froenen. Ich drifte schon wieder vom Garten ab, eigentlich haben diese Gedanken ja nichts mit dem Gartentagebuch zu tun.... Aber irgendwie ergibt sich das auch so zwangslaeufig.  Denn schliesslich kann man nicht von Januar bis Dezember sich nur im Garten
ergehen, die Saison ist nun mal beschraenkt. Und was macht man mit dem Rest der Zeit???
So, der Cornus racaemosa hat nun auch seinen Standort bezogen. Der Sonntagnachmittag war zwar regelrecht stuermisch, jedoch trocken und z. T. mit recht sonnigen Abschnitten. Die Taglilien, die Paeonie, das Sedum und die Iris, die ich ausgraben musste, damit ausreichend Platz fuer das Pflanzloch geschaffen werden konnte, habe ich nur mit groesster Muehe und erst einmal provisorisch wieder im Beet integriert. Denke, wenn GG im Fruehjahr den Rotdornstumpf ausgraebt, ergibt sich ausreichend (?) Platz - oder ich muss das Beet ein wenig vergroessern.......
Nun hoffe ich auf das kommende Wochenende, um noch einmal die Beete durchhacken zu koennen, das Unkraut zu beseitigen und die Toepfe unter Dach und Fach bringen zu koennen. Die Wetteraussichten sind nicht die besten: ab Mittwoch (01.11.) soll es nachts um 0° und die naechsten Tage zwischen 5 bis 8 Grad Tagestemperaturen geben. Keine allzu berauschenden Aussichten. Aber - lassen wir es erst einmal auf uns zukommen. Noch zwei Tage und der Oktober ist auch vorueber.....

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Mittwoch, 01.11. - Donnerstag, 30.11.:
In der Nacht vom 01. zum 02.11. die ersten Minusgrade: -3°! In der folgenden Nacht zwar keine Minusgrade, jedoch um 0 °. Die Tagestemperaturen entsprechend niedrig. Am Freitag (03.11.) zwar kalt, aber nicht direkt ungemuetlich, so dass das Verpacken der Toepfe am Nachmittag zuegig voranging. Alle haben wir aber in den
2 1/2 Stunden nicht geschafft, so dass am Samstagnachmittag noch einmal eine gute Stunde investiert werden musste. Auch hat der uebliche Platz nicht
ausgereicht -  es musste ein gutes Stueck am Ende der Terrasse noch dazugenommen werden. GG war ganz erstaunt: letztes Jahr hat der Platz doch ausgereicht....!?!?

So langsam kriecht aber doch etwas Panik in mir hoch: es ist noch so viel zu tun und ich weiss nicht wann!
Der Sonntag zeigt typisches Novemberwetter: grau in grau, Nieselregen, nasskalt. Die Hostas, die im ueberdachten Eingangsbereich stehen, zeigen sich jedoch noch zum groessten Teil in absolut gesundem Gruen - nur wenige haben sich schon das gelbe Herbstkleid angezogen. Die im Freiland sitzenden sind jedoch schon - laubmaessig - in die ewigen Jagdgruende eingegangen.
Na,  die Quitten sind wenigstens schon mal gekocht, morgen abend wird dann Gelee daraus gemacht.

Sonntag, 12.11.
Gestern ist unsere juengere Tochter 30 Jahre alt geworden ! Wo ist die Zeit geblieben.......???
Als wir unser Haus/Grundstueck bezogen war sie noch nicht fuenf Jahre alt, die aeltere Tochter war gerade 9 Jahre und 6 Monate...
An solchen Tagen kehren die Erinnerungen wieder, man wird sentimental.

Es geht stark auf die Monatsmitte zu und wir sind  immer noch da, wo wir letzte Woche bzw. vorletzte Woche waren: keinen Schritt vorangekommen. Quittengelee ist auch noch nicht gekocht, habe den Saft erst einmal eingefroren (Dank sei der Erfindung der Gefriergeraete!!) und werde mich an einem ruhigeren Wochenende in der naechsten Zeit damit befassen. Und schon wieder schlechtes Gewissen: der Mangold steht immer noch auf dem Gemueseacker, der ja auch noch umgegraben werden muss! Ich schaeme mich ja beinahe, da unsere Gartennachbarn ja alle schon vor Wochen ihren Gemueseacker winterfest gemacht haben. Ach, man soll das einfach nicht so eng sehen, ist ja nur um des Spasses willen, nicht weil es fuer uns Prestige oder Notwendigkeit ist - einfach nur, weil wir es mal probieren wollen. Was soll`s also?
Das Wetter stellt sich heute regelrecht aprilmaessig dar: Sonnenschein, dichteste Bewoelkung, grau in grau, Regenschauern, wieder Sonnenschein und wieder Regenschauern. Die Temperaturen allerdings dem Monat/der Jahreszeit angemessen, kuehle 8 Grad. Ich schaetze, es muss noch viel regnen, um dem Erdreich bis zum naechsten Fruehling ausreichend Feuchtigkeit zu geben.
Jetzt wandeln auch die letzten Hostas ihr Gruen in Gelb - die Morbiditaet ist unaufhaltsam/unuebersehbar. Aber: auf jeden Herbst folgt ein neuer Fruehling (es sind ja nur noch  123 Tage.....)!!!

Samstag, 18.11.:
Mit kleinen und kleinsten Schrittchen kommen wir voran: heute nachmittag - im T-Shirt!!! - die Haelfte der noch abzuschneidenden Rosen geschnitten, die sternrusstauinfizierten Blaetter abgesammelt, die nicht winterfesten Stauden (schwarzer Schlangenbart, Imperata cylindrica “Rubra”, zwei Farne) in neue Toepfe gepflanzt und im Keller aufgebaut.
Es ist entschieden zu warm, das merkt man daran, dass die winterfest gemachten Toepfe noch zwei- bis dreimal pro Woche gegossen werden muessen. Am Donnerstag (16.11.) hatten wir 17 ° plus!! Da macht es rein gar nichts , dass die Rosen noch nicht angehaeufelt sind. Aber zumindest hat GG schon vor mehr als 2 Wochen dafuer die notwendige Erde herangeschafft, die ebenfalls noetige Blumenerde zum Mischen ist auch schon gekauft.
Vorgestern sind die bestellten drei Rosen gekommen. Hatte sie doch fast schon vergessen! Jetzt muss ich nur noch zwei Toepfe kaufen, da zwei der Strauchrosen (Rosa muscoca und Mme. Ernest Calvat) auserkoren wurden, die Rankgitter am Haus auf der Terrasse zu verschoenern, da ja die zwei Versuche, dort Clematis zu kultivieren, fehlgeschlagen sind. Die dritte der Neuen, Kronprinzessin Viktoria, eine weisse Rose, wird an die Stelle von Margret Merrill ruecken, die mich arg enttaeuscht hat (keine steht so frueh nackt da wie sie). Margeret Merrill werde ich vielleicht doch nicht gleich ins Nirwana schicken, kann sie ja erst noch einmal vor die Stuetzwand der Einfahrt pflanzen.....
Hatte heute  das Gefuehl, dass ich jetzt mal Schluss machen muss mit weiteren Beeten, Pflanzen etc. Erstmals verspuerte ich ein leises Panikgefuehl, dass ich den Garten nicht mehr adaequat pflegen kann. Ist es nur ein Zeitproblem, bedingt durch unguenstige Witterungsverhaeltnisse/Jahreszeiten oder ist es mein Problem??

Innerhalb einer Woche sind jetzt aber fast alle bis dato noch gruenen Hostas in Gelb gekleidet, von den meisten ist ueberhaupt nichts mehr zu sehen, noch nicht einmal verwelkte, trockene Blaetter.
......nur noch 36 Tage bis Weihnachten..... habe heute schon mal die Kerzen fuer den Adventskranz gekauft. Ach ja, und GG hat gefragt, wann ich denn mit dem Plaetzchenbacken beginne....

Samstag, 25.11.:
Auch heute wieder milde 16,5 °! Man koennte im T-Shirt im Garten arbeiten - wenn es nicht regnen bzw. fieseln wuerde. Habe angefangen, weitere Rosen abzuschneiden und zu versaeubern, musste aber wegen des Regens schnell wieder aufhoeren. Immerhin, wieder ein klitzekleines Stueckchen vorangekommen. GG hat sich vom Regen nicht abhalten lassen und den Gemueseacker fertig umgegraben. Wenigstens ist der jetzt winterfest.
Am Sonntagmorgen die immer noch milde Witterung genutzt und 2 Stunden im Garten gearbeitet. Endlich die neue Rose Kronprinzessin Viktoria eingepflanzt, Rose Margret Merrill musste dafuer ins Asyl weichen (letzte Chance!), ein paar
Beete vom Unkraut befreit und durchgehackt und die ersten Clematis zurueckgeschnitten. Das ist mir ja fast noch nie gelungen, um diese Zeit schon die Clemis zu schneiden!
Dachte ich doch, meinen Augen nicht trauen zu duerfen: Clematis Frau Mikiko ist doch tatsaechlich aus dem Koma erwacht und hat  20 cm ausgetrieben!! Ist das nicht verrueckt??? Vielleicht kommt ja Ascotiensis auch irgendwann noch mal wieder...

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Freitag, 01.12. - Sonntag, 31.12.:
Nach einer Zwangspause (krankheitsbedingt) konnten endlich am Samstag, 10.12., die beiden immer noch im Keller lagernden Rosen Rosa muscosa und Mme. Ernest Calvat in die eigens dafuer gekauften Toepfe gepflanzt werden. GG hat dann auch gleich noch alle Rosen angehaeufelt. So ist nun wenigstens das geschafft.
Insgesamt gehe ich ein wenig unbefriedigt in die “Garten-Winterruhe”, weil ich es in diesem Herbst nicht geschafft habe, alle Beete noch einmal durchzuhacken, vom Unkraut zu befreien und ganz einfach die Beete etwas ansehnlich herzurichten.
Die Temperaturen sind weiterhin eher fruehlingshaft denn winterlich, was zur Folge hat, dass viele Pflanzen frischgruenen Austrieb zeigen, der Rasen munter weiterwaechst (GG fuerchtet schon, er muss den bereits eingemotteten Rasenmaeher noch einmal durch den Garten hetzen), die Toepfe brauchen noch regelmaessige Wassergaben und sogar einige Baeume und/oder Straeucher bluehen (in der Naehe des Bahnhofs eine Blutpflaume)! Die Tage bilden einen Wechsel zwischen neblig-grauen Herbsttagen und strahlenden Sonnentagen bei oftmals bis zu 13 Grad Waerme - wenn man’s nicht besser wuesste, man koennte glauben, der Fruehling naht.....!           ..........und dabei ist in 9 Tagen Weihnachten!
Weihnachten ist vorueber - wie erwartet mit frischem Gruen auf den Wiesen, teilweise Regen und ansonsten hie und da strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Der Weihnachtsspaziergang mutierte eher zum Osterspaziergang - es fehlten nur die Ostereier! Ach ja, und was ich in den Tagen vor Weihnachten auf dem Rosenbeet entdeckte: eine einzelne bluehende Teppichprimel!! Das ist doch total verrueckt! Diese Pflanzen bluehen in der Regel im Maerz/April.
Am 27.12. dann endlich ein beinahe “winterlicher” Tag: in der Nacht bis - 4 Grad Frost, am anderen Morgen alles weiss ueberreift und schoen knackig kalt. Leider hielt die Freude nicht lange an, am naechsten Tag schon wieder steigende Temperaturen und Regen.......
Der Dezember bzw. das Jahr 2006 verabschiedete sich dann auch eher fruehlingshaft: der Nachmittagsspaziergang am Silvestertag machte Handschuhe, warme Stiefeln und warme Jacken ueberfluessig, eine leichte Sommer- oder Fruehjahrsjacke haette genuegt,  man konnte im Pullover oder Bluse in der Silvesternacht das Feuerwerk betrachten!