Das Gartenjahr 2005

16. - 20. Maerz:   Tagestemperaturen mit Spitzen von bis zu 20 Grad!

Ich habe schon alle Beete gejaetet, durchgeharkt, die Rosen abgehaeufelt
und zurueckgeschnitten, alle trockenen Überbleibsel vom letzten Jahr
abgeschnitten. So frueh habe ich selten die Gartensaison eroeffnet.

16. April:
Hemerocallis “Moonlit Masquerade” hat bereits einen Bluetenstengel ausgetrieben!

23. April:
Rhododendron “Rubikonda” an den ehemaligen Platz von Dagmar verpflanzt und somit ist die Luecke einigermassen geschlossen. Jetzt, da der stoerende Ast der Pinus wallichiana abgesaegt ist, hat sich eine voellig neue Perspektive der Rhododendrongruppe ergeben:  was pflanze ich auf den freien Platz?????
Dachte erst an einen neuen Rhododendron. Habe mich aber jetzt fuer Hostas entschlossen. So kann ich mindestens 4 - 5 Stueck meiner diesjaehrigen Bestellung statt in Toepfen im Garten ansiedeln.

24. April:
Der Rhododendronbluetenreigen hat begonnen: Viscy hat die ersten Blueten geoeffnet.

30. April/01. Mai:
Schnecken!! Schnecken!! Schnecken!!  Die ueblen Schleimer vergreifen sich an meinen Iris (fressen die Bluetenstiele durch) und an meinen Hems!! Mein Vernichtungsfeldzug geht weiter, die Kampfpause vom letzten Jahr ist beendet.
Inzwischen oeffnet ein Rhodi nach dem anderen die Knospen. Man kann foermlich zusehen, wie sie im Zeitlupentempo anschwellen und sich ploetzlich oeffnen.

08.Mai:
Die vergangene Woche war wettermaessig sehr durchwachsen, Temperaturen staendig abnehmend. Sollen wohl schon die Eisheiligen  sein.
Die Rhodis oeffnen jetzt nur sehr langsam, fast im Zeitlupentempo. Hat natuerlich auch den Vorteil, dass man von der Bluetezeit laenger etwas hat. Duke of York sieht jetzt mit diesem Meer von dunkel- pinkfarbenen, langen Knospenstutzen phantastisch aus.
Inzwischen sind die Hostas alle ausgetrieben und wunderbarerweise von den Schnecken weitgehend verschont geblieben. Dabei hat sich Frosted Jade als Augenweide herausgestellt. Obwohl erst letztes Jahr gepflanzt, laesst sie schon ahnen, zu welcher Pracht sie in einigen Jahren faehig sein wird. Auch Embroidery zeigt jetzt, was in ihr steckt. Hat mich ja im letzten Jahr mehr als enttaeuscht.
Die im letzten Oktober neu gepflanzten englischen Rosen kommen alle sehr gut, ebenso die beiden neuen Baumpaeonien. Haben nur leider noch keine Knospen angesetzt. Dafuer sind sie jedoch von ausgezeichneter, kraeftiger Statur. Das macht Lust auf mehr, zumal man sie ja wohl auch in Kuebeln halten kann. Aber da ist ja noch ein freies Stueck in dem Beet mit den weissen Rosen (Edelweiss)........

14./15. Mai - 20.Mai:
Seit einer Woche fast nur Regen, Regen, Regen. Ich mache mir grosse Sorgen um einige Rhodos: durch den vielen Regen haben sich die geoeffneten und auch die noch geschlossenen Knospen derart voll Wasser gesogen, dass die Zweige z. T. bis auf den Boden haengen, Dagmar z. B. ist total auseinandergefallen und ich fuerchte, dass einer oder mehr Zweige durch das Gewicht abbrechen werden.

Pfingsten ist vorueber und endlich hat auch der Regen aufgehoert. Das laesst hoffen, denn bis jetzt sind keine Schaeden bei den Rhodos zu beklagen.
Und schon ist auch ein neuer Plan gefasst: Rhododendron “Rosenrot” muss aus seiner stiefkindlichen Ecke herausgeholt werden. Das wird wohl eine etwas aufwendige Aktion: dazu muessen wir den Maschendrahtzaun entfernen, da wir nur vom Nachbargrundstueck aus an die Pflanze herankommen. Dann muss man den  sehr wahrscheinlich mehr als  grossen Ballen ausgraben und letztendlich das Riesenteil (220 cm hoch, Durchmesser ca. 240 cm) aus der Ecke wuchten und ueber das Nachbargrundstueck zum neuen Pflanzplatz transportieren........    Ich habe schon mal ganz vorsichtig bei meinem Mann diesbezueglich vorgefuehlt:  er hat zumindest nicht ablehnend reagiert. Ich denke, das werden wir in Angriff nehmen, der Urlaub steht ja vor der Tuer.
Die erste Clematis hat geoeffnet: ASAO.

Samstag, 28. Mai/Sonntag, 29. Mai:
Zurueck aus einem einwoechigen Radwander-Kurzurlaub fuehrte mich der erste Weg in den Garten und zu den Toepfen: unsere Tochter hat fleissig gegossen (meine groesste Sorge), gelitten haben durch die extrem hohen Temperaturen der letzten Tage die Rhodos. Hier trifft das Sprichwort zu “Des einen Freud, des anderen Leid”. Alle, aber wirklich auch alle, haengen die Blueten, sehen voellig abgeschlafft aus und erwecken absolut keinen bemerkenswerten Eindruck - dafuer strahlen die Iris (Schwertlilien), sie geniessen die hochsommerlichen Temperaturen.
Rhod. Donator leidet, leidet unermesslich: alle geoeffneten Blueten haengen total verwelkt, die noch geschlossenen Blueten sehen ebenso verwelkt aus (kann aber auch mit dem Verpflanzen zusammenhaengen). Marcel Menard trotzt diesen abnormen Mai-Temperaturen und erstrahlt in ueppiger Bluetenpracht. Tarantella als reinroter Rhodo macht einen ebenso widerstandsfaehigen Eindruck (Erato dagegen ist ein “Jammerlappen”).
Mir faellt auf, unser Rotdorn hat sozusagen schon verblueht. Wie kann das sein? Als wir abfuhren, waren gerade einmal im oberen Viertel die Blueten am Öffnen. Am Bodensee standen die Rotdorne in voller Bluete. Und jetzt sehe ich zu Hause nur verwelkte Blueten. Was stimmt da nicht? Was hat dieser Baum jetzt schon wieder? Abgesehen von dem alljaehrlichen Pilzbefall scheint er offenbar ein Problemkind zu sein....

Und ueberall schreit der Garten nach Unkrautbefreiung...... morgen geht’s los!!

30.Mai - 05. Juni (zweite Urlaubswoche):
Montag: War wohl nichts mit dem unverzueglichen “Jaetebeginn”. Die neue Woche fing mit Regen und Temperatursturz auf 15 ° an. Da es zum Harken und Unkrautjaeten zu nass war, habe ich schon die ersten welken Bluetenstaende bei einigen Rhodos ausgebrochen. Dabei habe ich hinter unserem Zaun in der angrenzenden “Wuestenei” (das Grundstueck ist total verwildert) einen Rhodo gefunden, den wir wohl vor einigen Jahren vor der Vernichtung gerettet haben und der sich so weit rueckentwickelt hat, dass nur noch ein einzelner Ast uebriggeblieben ist, so dass das Ganze jetzt wie ein Staemmchen aussieht. Ich habe den “Findling” ausgegraben und ihm in einem Topf einen neues Zuhause gegeben. Mal sehen, was daraus wird.
Die Planung, die Traenenkiefer und sehr wahrscheinlich auch die Goldakazie, die ebenfalls zu hoch geworden ist und zu dicht an Nachbars Grenze steht, zu faellen, wurde intensiviert und eine Auswahl fuer die Ersatzbaeume getroffen: in der engeren Wahl stehen ein Amberbaum (Liquidambar), eine Blut- Pflaume, ein Hahnendorn und ein Zierapfel.
Konnte der Versuchung nicht widerstehen, nochmals in Belgien Hostas zu bestellen. Na, ja, bis sie da sind, weiss ich bestimmt, wo ich sie ansiedele. Wahrscheinlich werden die meisten wieder in Toepfen landen.
Die ersten Rosenknospen haben geoeffnet: Sympathie und Edelweiss.

Dienstag: immer noch ziemlich nass auf den Beeten. Trotzdem war heute Unkrautjaeten in unserem “Pacht-Gemuesegarten” angesagt! Grosse Guete!!
Von meinen Aussaatversuchen liess sich nur mit viel Phantasie etwas “Krautiges” vom “Unkrautigen” differenzieren. Eine Reihe Mangold konnte ich soweit von Unkraut befreien, dass man ihn einwandfrei identifizieren kann. Zwei Reihen Moehren (Pillensaat) sind zu 98 % mit Unkraut bewachsen, ein paar einsame, moehrenkrautaehnliche Gebilde lugen hie und da aus dem Unkraut hervor. Es bedarf allerdings schon fast einer Lupe, um sie auch zu erkennen.  Die Reihe Zwiebeln ist einwandfrei zu identifizieren, die Teltower Ruebchen zwar etwas schwieriger (haben sehr viel Ähnlichkeit mit einem der Unkraeuter). Allerdings hat mir die Frage meines Mannes, ob ich denn auch Radieschen gesaet haette (das Kraut sieht aehnlich aus), auf die Spruenge geholfen und ich erinnerte mich, dass das die Mairuebchen sein koennten. Vom Rucola und der Petersilienwurzel ist mit allergroesster Phantasie nichts zu entdecken. Fazit: die zwei Reihen mit nicht oder nur vereinzelt vorhandenen Moehren werden samt Unkraut umgearbeitet und werden der Anpflanzung von Gruenkohl dienen. Rucola wird nochmals ausgesaet. Ob ich das wohl auch mit Petersilienwurzel machen kann oder ob es dazu schon zu spaet ist? Die fuenf Selleriepflanzen haben sich ausgezeichnet entwickelt, ebenso die sechs Salatpflanzen. Zwei davon muessen in den naechsten Tagen geerntet werden, sind schon ziemlich gross. Die Schalotten kommen auch, obwohl erst vor zwei Wochen gesteckt. Auch die Kartoffeln, die mein Mann unbedingt anpflanzen wollte. Wahrscheinlich hat keiner der anderen Gemuesegaertner so spaet gepflanzt bzw. gesaet wie wir: die Kartoffeln wurden erst vor Pfingsten in die Erde gebracht. Entsprechend zurueckgeblieben sind sie natuerlich jetzt in der Entwicklung. “Gartennachbars” links und rechts haben ihre schon angehaeufelt, unsere sind mal gerade mit etwas mehr als fuenf Blaettern geschmueckt. Wahrscheinlich dienen wir und unsere Gemueseanbauversuche der Erheiterung unserer nachbarschaftlichen professionellen Gemuesebauern (aber die haben auch mehr Zeit, sind fast alles Rentner). Ich weiss jetzt, warum ich bisher nie einen Gemuesegarten haben wollte!!! Warum habe ich mich nur auf dieses Abenteuer eingelassen??? Na ja, mal sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt.  Vielleicht sollte ich naechstes Jahr nur solche Sachen anbauen, die ich nicht aussaeen, sondern pflanzen kann. Die sind dann immerhin schon kraeftiger und widerstandsfaehiger und lassen sich nicht so leicht vom Unkraut die Butter vom Brot nehmen.

Die erste Hemerocallis hat geoeffnet, Moonlit Masquerade. Ich finde das schon erstaunlich frueh. Habe ich sie doch seinerzeit beim Kauf im Juli in Bluete gesehen!

Mittwoch: Ab 10.00 Uhr im haeuslichen Garten gewirkt. Eigentlich sollten noch neben dem Unkrautjaeten vier neue Hems eingepflanzt werden. Daraus wurde wieder eine groessere Umpflanzungsaktion mit dem Ergebnis, dass ich in der verfuegbaren Zeit nur die Haelfte dessen geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Ab 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr dann die kuemmerlichen Aussaatergebnisse im Gemuesegarten, entgegen meiner urspruenglichen Absicht der Vernichtung, freigelegt: Mangold steht sehr gut, eine Reihe Moehren: Pflanzen lassen sich zaehlen, zweite Reihe Moehren: ganz akzeptabel. Die Mairuebchen (Teltower Ruebchen) bis auf einige Luecken auch recht gut, die Zwiebeln sehr gut und erstaunlicherweise ist sogar von der Petersilienwurzel was gekommen. Die Reihe habe ich nicht mehr geschafft, vom Unkraut zu befreien. Das steht fuer morgen an. Koennte ja den freien Platz zwischen den einzelnen Moehren mit Pflanzen auffuellen, z. B. Kohlrabi, evtl. noch Salat (?). Ach ja, wollte doch auch Gruenkohl anpflanzen. Samstag ist ja Markttag, da schaue ich mal, was man noch so alles um diese Zeit pflanzen kann.

Donnerstag:  Nach der Fronarbeit der letzten Tage habe ich meinem Ruecken heute mal eine Pause gegoennt.
Leider sind zwei Clematis immer noch nicht ausgetrieben: Ascotientis und Frau Mikiko. Hoffentlich sind die nicht kaputt!! Ich muss mich ja zurueckhalten, um sie nicht sofort auszugraben und nachzusehen, was los ist. Aber ich werde mich zuegeln (versuche es zumindest) und dem Ratschlag von Herrn Westphal folgen, bis zum naechsten Jahr, ggf. sogar noch ein weiteres Jahr zu warten. Manchmal kommen die Pflanzen ja dann noch....... Hoffentlich!!!!

Samstag: Es ist vollbracht!!!!  Rhododendron “Rosenrot” hat seinen neuen Standplatz bezogen! In einem mehr als dreistuendigen Kraftakt haben mein Mann und ich das Riesenteil aus seiner Ecke befreit, ueber Nachbars Grundstueck zur Strasse transportiert und anschliessend im Vorgarten eingepflanzt. Jetzt hoffe ich nur, dass er auch anwaechst. Aber bisher hatten wir ja mit unseren Rhodo-Verpflanzungen immer Erfolg. Ich wuerde es ihm sogar verzeihen, wenn er naechstes Jahr nicht blueht. Hauptsache er akklimatisiert sich in seinem neuen Zuhause. Nach dieser Aktion hatte ich dann keine Lust mehr, die vorher begonnene Jaete-Aktion zu Ende zu bringen. Naechste Woche geht’s weiter.

Mir ist da ein Gedanke gekommen: Rhod. Rosatraum fristet ein aehnliches Dasein. Er wird von Viscy und Erato voellig verdeckt. Ob man ihn nicht vielleicht auch................???

Ich merke schon, meine altes “Rhodo-Verpflanz-Fieber” wird wieder  wach.

Sonntag: Und schon wieder Temperatursturz: noch ganze 16 °. Ich fuerchte wieder um die Hemsbluete. Letztes Jahr fiel sie schon so unbefriedigend aus wegen der extrem niedrigen Temperaturen im Juni/Juli und momentan sieht es aus, als wuerde sich das wiederholen. Die Aussichten fuer die kommende Woche sind ziemlich entmutigend: Nachttemperaturen nur um 6 °.

06. Juni - 12.Juni:
Montag und Dienstag: Es herrscht eine Affenkaelte (13 - 14 °!!), nein, die Zeitung schreibt von “Schafskaelte”. Ist mir egal, ich finds sibirisch. Fuer Gartenarbeit zu ungemuetlich, ausserdem noch ziemlich nass vom Regen der vergangenen Tage.

Mittwoch und Donnerstag: Erst kamen einige bestellte Taglilien, am naechsten Tag dann die bestellten Hostas aus Belgien. Jetzt war guter Rat teuer: wohin mit den sieben Pflanzen?? Schliesslich war ich seit der Bestellung mit meiner Planung mangels vorhandener Pflanzplaetze noch nicht weitergekommen. Letztendlich fanden sich dann aber doch noch drei Pflanzplaetze im Garten, der Rest in die Toepfe. Die meiste Zeit fuer diese sieben Hostas brauchte ich nicht fuers Pflanzen, nein, fuer die Überlegung “wohin damit”! Am Nachmittag war ich schliesslich fertig. Dachte ich.... Da war ja noch der weisse Aconitum (Eisenhut) vor der Rhododendrongruppe, der durch seine Hoehe die dahinter stehende Patriot voellig verdeckte. Diese beiden koennte ich doch noch schnell gegeneinander austauschen - daraus wurde eine 2-stuendige Aktion, denn letzten Endes habe ich das halbe Beet umgepflanzt. Warum muss eigentlich bei mir die Pflanzung oder Umpflanzung einzelner Pflanzen beinahe die halbe Umstrukturierung des Gartens nach sich ziehen? Ob das bei anderen Gartenbesitzern aehnlich ist...?

Das Wetter laesst immer noch zu wuenschen uebrig, es ist einfach viel zu kalt fuer diese Zeit (max. 17 °, nachts um die 6 °)

Inzwischen sind die ersten Rosenblueten auf. Grosse Begeisterung fuer die neuen David-Austin-Rosen: Ambridge Rose hat das perfekte Apricot! Eine wundervolle Bluete. Aber ebenso schoen ist Ann  Boleyn. Und schon wieder der Gedanke: Wo koennte ich denn noch die eine oder andere, die mir gefallen wuerde, unterbringen?? Ach, warum ist das Grundstueck auch nur 800 qm gross? Übrigens, da steht ja noch von der Rosenlieferung im letzten Oktober die Cottage Rose aus (sollte portofrei nachgeliefert werden, ist bis heute nicht gekommen). Die muesste ich ja dann noch einmal neu bestellen. Aber nur eine einzige.......???

Jetzt sind die Rhodos aber wirklich alle durch. Momentas sehen sie mit den welken Blueten nicht sehr ansprechend aus, aber der neue Austrieb kommt ueberall schon gut durch, so dass sich das in der naechsten Zeit wieder aendern wird.

13.Juni bis 19.Juni:
Momentan ruht der Garten ein wenig, eigentlich duerfte es schon wieder mal regnen. Die Rosen kommen jetzt aber mit Macht, jeden Tag neue Blueten.

20. Juni - 26. Juni:
Die Woche hat heiss begonnen (28 °), Dienstag sogar 32°.Die Erdoberflaeche ist schon wieder betonhart. Einige Pflanzen auf den Beeten vor der Terrasse muessen bereits zusaetzlich gewaessert werden, ebenso die Unterpflanzung der Baeume.

Ein Kuriosum waere zu erwaehnen: Die Edelrose “Sebastian Kneipp”, die eigentlich nur 120 cm hoch werde soll, hat sich seit nunmehr dem zweiten Jahr einen Weg “nach oben” gebahnt, naemlich in den Rotdorn. Drei Triebe haben sich dort bis in eine Hoehe von mindestens 3 m hochgehangelt. In diesem Jahr blueht sie erstmals dort ausgesprochen ueppig. Eigentlich hatte ich schon ueberlegt, sie im Juli  zurueckzuschneiden. Ob ich sie doch noch mal weiterwachsen lasse??

Die ganze Woche heiss ohne Ende. Man kann im Garten gar nichts machen. Dafuer konnte ich aber schon wieder Umpflanzungsplaene waelzen: eigentlich wollte ich die beiden Hostas Diana Remembered und Minute Man standortmaessig gegeneinander austauschen, sobald natuerlich die Witterungsverhaeltnisse dies zulassen. Inzwischen habe ich mindestens 20 andere Hostas ebenfalls auf dem Papier verpflanzt. Jetzt warte dich dringendst auf Regen....... und dann kann’s losgehen.

Am Samstag endlich Regen, mit Gewitter allerdings. Jetzt muesste man eigentlich morgen Unkraut jaeten, denn bis zum Montag- oder Dienstagabend ist es mit Sicherheit schon wieder zu trocken. Aber fuer morgen haben wir nun mal Radfahren angesetzt.

27. Juni bis 03. Juli:
Montag und Dienstag erst einmal die noch gut feuchte Erde genutzt und alles vom Unkraut befreit.

Jetzt zeigen sich jeden Tag neue Hemsblueten. Leider fiel die Fotosafari am Donnerstag sprichwoertlich ins Wasser: es hat den ganzen Tag mehrfach aeusserst kraeftig geregnet, so dass am Abend nicht eine einzige Hemsbluete mehr zu fotografieren war!! Der Regen hatte teilweise die Farbe ausgewaschen oder die Blueten ganz einfach glaesern werden lassen. Meine Enttaeuschung und mein Zorn waren unermesslich..
Am Freitag dann wenigstens ein paar neue Blueten, die sich aufgrund optimaler Lichtverhaeltnisse absolut naturgetreu farblich wiedergeben liessen. Der Frust vom Vortag ist nun nicht mehr ganz so gross.

Leider macht mir in diesem Jahr erstmals die Hemerocallis-Gallmuecke Probleme. Einige Pflanzen sind davon befallen und ich habe vorsichtshalber, jedoch mit “blutendem Herzen”, alle vorhandenen Bluetenstiele abgeschnitten und vernichtet. D. h., in diesem Jahr von einigen Sorten keine Bluete!!

Am Samstag kamen die im Maerz bestellten Iris. Habe erst fuer fuenf von 13 Stueck Pflanzplaetze. Wohin mit dem Rest??

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04.Juli - 10.Juli:
Am Montag die ersten Iris an Ort und Stelle gepflanzt. Nun warten noch sieben Stueck auf ihren Standort.  Den ersten Mangold aus eigenem Anbau geerntet und zubereitet. Er war natuerlich weitaus besser als jeder jemals auf dem Markt gekaufte.... (bei dem Schweiss, der bei der “Unkrautbefreiung” Anfang Juni floss, muss das auch so sein) .
Seit Dienstagabend wegen einer ueblen Schnittverletzung mit Nahtversorgung am rechten Daumen (mit Spuelmaschine waer das nicht passiert - hab aber nun mal keine)  erst einmal zum Nichtstun verdammt. Und das jetzt, wo optimale Bedingungen zum Umpflanzen herrschen, naemlich ausreichende Feuchtigkeit durch beinahe taegliche Regenfaelle. Es ist gerade richtig: nicht zu nass. Allerdings duerfte es etwas waermer sein. Bis zum Donnerstag lagen die Temperaturen unter 20 °, nachts sogar nur bei 8 °! Das bringt wieder Missbildungen bzw. schlechte Farbauspraegung bei den Hems mit sich. Und was nicht der Kaelte zum Opfer faellt, bleibt durch den Regen auf der Strecke. Wieder keine verwertbaren Fotos von einigen Sorten.
Die Rittersporne muessen umgepflanzt werden, sind an den jetzigen Standorten einfach zu hoch. Ausserdem warten noch einige Hostas auf neue Standorte. Hoffentlich sind die Bedingungen Ende naechster Woche auch noch so gut, damit ich das dann in Angriff nehmen kann.
Diese erzwungene Untaetigkeit foerdert schon wieder die Kauflust: ich habe mindestens fuenf neue Standorte fuer Rosen entdeckt!! Jetzt ist der Kampf in mir entbrannt: Rhodos oder Rosen! Die durch das Abholzen der serbischen Fichten im letzten Oktober entstandene Luecke soll und muss ja wieder bepflanzt werden, da ein Sichtschutz vonnoeten ist.  Aber womit?????  
Rhododendren - es gibt ja schon wieder soooo tolle neue Sorten bei Hachmann.
Rosen - jetzt habe ich mein Faible fuer die alten, historischen Sorten bzw. “neuen” historischen Sorten entdeckt (und damit kann ich mich voll mit der netten Internetgeschichte “Garten-Baustellen” voll identifizieren).
Bei entsprechender Hoehe (ca. 2 m) wuerden auch eine oder mehrere (??) Strauchrosen einen Sichtschutz abgeben (Schultheis hat da ein riesiges Sortiment in Bezug auf historische).   Ach, warum kann man ein Grundstueck nicht wie ein Hochhaus nach oben bepflanzen sondern nur nach rechts, nach links, nach vorne, nach hinten ?......Aber dann muesste ich wahrscheinlich noch mehrere Nebenjobs annehmen, um all meine Investitionen, Wuensche und Traeume hinsichtlich des Gartens finanziell realisieren zu koennen. Und woher nehme ich dann die Zeit fuer die Gartenarbeit und den Gartengenuss? Nein, ich glaube, so wie es ist, ist es nun mal gut.

11. Juli bis 17. Juli:
Eigentlich schon wieder zu warm (29 °) - mir jedenfalls, die Erdoberflaeche betonartig verhaertet. Und am Montag die Riesenenttaeuschung: nicht eine einzige Taglilie zu fotografieren. Trotz der Waerme hat keine der Knospen, die schon gestern total dick waren und ich sicher war, dass sie am naechsten Tag oeffnen wuerden, sich geoeffnet. Frust!!
Aber am Dienstag, da war ich den ganzen Tag mit der Kamera unterwegs. Dabei zwei absolut tolle Fotos in der Morgensonne (8.30 h) gemacht (Forever Red und Awesome Blossom). Am Mittwoch noch einmal ein wahres Foto-El Dorado. Diesmal von Grape Fun ein wunderbares Foto gemacht. Tja, ausser Fotografieren ist z. Z. nichts im Garten - zum Jaeten schon wieder zu trocken. Bei einigen Hems hat sich die Kaelte der vergangenen Woche bemerkbar gemacht: Taken By Storm, Absolut Treasure, In Someone’s Shadow, total schlecht ausgefaerbte Blueten!
Mittwoch und Donnerstag auch wieder ganz gute Fotoergebnisse. Mit Gartenarbeit ist immer noch nichts, der verletzte Daumen ist ein sehr grosses Handicap.

Ein schoenes Wochenende bei Freunden in Merten (Bornheim) verbracht. Radtour am Rhein entlang am Samstag und am Abend auf der Terrasse bis zum fruehen Morgen gegrillt, gegessen, den wundervollen Ahrburgunder genossen, Gartenplanungen gemacht. Alles in allem, ein gelungenes Wochenende - wenn auch mit etwas groesserem Kopf am naechsten Tag.

18. Juli bis 31. Juli:
Das Wetter staendig wechselhaft, der Daumen immer noch funktionsbeeintraechtigt (Faeden werden erst am Freitag (23.)  gezogen), im Garten nur grobe Jaetearbeiten mit links durchfuehrbar - auch aufgrund des Wetters (viel zu trocken). Die Mairuebchen sind auf dem Kompost gelandet, waren voller Wuermer. Hervorragend! Aber einige stehen ja noch....
Kartoffelkaefer ohne Ende. Mein Mann faehrt seit zwei Wochen jeden Abend auf den
“Acker”, um die Dinger abzulesen. Einer der Gartennachbarn hat erzaehlt, er spritzt seine Kartoffeln mit einem biologischen Spritzmittel (“Neem”); haben wir also auch gekauft und gespritzt - muss man aber offenbar mehrmals tun. Denn am Dienstag (26.07.) waren schon wieder neue Kaefer da!!
Am Donnerstagabend (28.07.) fuer mehrere Minuten (10 - 15 ) ein wahnsinniger Sturm! Es war, als wolle die Welt untergehen. Ich hatte schon Angst, die Traenenkiefer oder die Goldakazie wuerden brechen! Beide Baeume bogen sich beaengstigend im Sturm!
Die Hemsbluete geht langsam zu Ende. Nur noch ganz vereinzelte Sorten, die es zu fotografieren lohnt. Die Rosen geben momentan auch nichts her, Clematis schon gar nichts - jetzt kann ich mich voll der Planung fuer den Herbst widmen. Ach, da steht ja auch die Hostabestellung bei Jan van den Top noch an bzw. die Lieferung. Die werden ja auch spaetestens Anfang September kommen....Hoffentlich sind bis dato die Toepfe in den Gartencenten schon reduziert.....Brauche doch mindestens noch 10 STueck - auch fuer die bestellten Rosen. GG (Goettergatte) weiss noch gar nichts von seinem Glueck..... (dem  Giessen... im naechsten Jahr.)
Und immer wieder: diese dauernden Probleme mit dem Internetzugang!! Ob das noch mal was wird??? Man sollte sich vielleicht diese Dinge doch vom Fachmann installieren lassen - auch wenn man glaubt, fit auf dem PC zu sein....

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01. August - 31. August 
Momentan herrscht diese “Gartenunlust”: Die Rosen machen Pause, das Unkraut blueht, waechst und gedeiht, die Hemsbluete hat den Zenit hinter sich gelassen, das Wetter ist wie immer unbefriedigend (mal zu kalt, mal wieder heiss, mal zu trocken, mal zu windig, also wie gehabt), die Schnecken haben sich - dank meiner Nachlaessigkeit - zu wahren Monstern entwickelt und erdreisten sich, an den Stengeln meiner Hems hinaufzuschleimen und dieselben abzuraspeln!!
Am Samstag (06.08.) die ersten reduzierten Toepfe gekauft - die bestellten Hostas werden naechste Woche geliefert. Die fuenf Toepfe reichen natuerlich nicht hinten und nicht vorne. Habe schon mal  ueberlegt, was in welchen Topf. Ergebnis: die bestehende Topfparade muss mindestens zur Haelfte geaendert werden.
Na endlich, jetzt sind die PC-Probleme behoben. Der Funkstick war nicht ausreichend. Der Computermensch hat einen neuen installiert und nun klappt es, endlich!! 
Am Sonntag (07.08.) die ersten Fruehkartoffeln (GG: selbst gesetzt, selbst gehaeufelt, von Kartoffelkaefern befreit, zigmal von Ackerwinden befreit, und, und, und....) geerntet! Welch ein Geschmackserlebnis!! Und dazu ein Filetsteak vom (Bio-) Angus-Rind mit frischen Pfifferlingen in Rahmsauce. Das war natuerlich nicht mehr zu toppen!! So gut kann natuerlich eine gekaufte Kartoffel gar nicht schmecken! Wie moegen erst die Lagerkartoffeln werden??? Ach ja, und wo lagern wir dieselbigen?? In diesen Neubauten, noch dazu mit ausgebautem Kellergeschoss, herrschen ja absolut schlechte Bedingungen zur Lagerung von Kartoffeln oder Gemuese (viel zu warm). Wie waere es in der Garage? Notfalls koennte man ja bei extremen Froesten die Heizung etwas anstellen?! Oh, ich bin sehr gespannt, wie sich das alles noch entwickelt. 
Und die Zwiebeln erst! Habe doch Zwiebeln gesaet und gesteckt - und natuerlich auch Schalotten gesteckt. Es sind zwar nicht die gleichen wie die franzoesischen Schalotten, aber ich lasse mich ueberraschen. Insgesamt haben sich die Zwiebeln super entwickelt und ich habe  schon wieder voller Euphorie geplant, im naechsten Jahr mindestens das Doppelte oder gar noch mehr an Zwiebeln anzubauen. Die machen ja eigentlich gar keine Arbeit: wenn sie erntereif sind, laesst man sie trocknen und dann lagert man sie. Ist doch irgendwie ganz einfach....
Die erstmals angebauten Mairuebchen oder auch Teltower Ruebchen haben mich ja nun geschmacklich absolut nicht vom Hocker gerissen: schmecken fast ebenso wie die stinknormale Steckruebe! Weiss nicht, ob ich das im naechsten Jahr nochmals wiederhole.
Habe aber schon festgestellt, dass ich durch den Gemueseanbau stark unter Druck stehe: die angebauten Gemuese sind irgendwann erntereif und muessten zubereitet werden. Aber jeden Tag bzw. Abend ist irgend etwas anderes, so dass das Kochen auf ein Minimum reduziert wird. Bisher habe ich ja meinen Kochzettel immer vom Angebot auf dem Wochenmarkt am Wochenende abhaengig gemacht. Jetzt muesste vieles aber unter der Woche schon verarbeitet werden. Und da tue ich mich doch recht schwer. Jetzt merke ich erst einmal, wie eingefahren ich doch bin! Kann nur schlecht von meinen zeitlichen Gewohnheiten Abstand nehmen. Jetzt wird mir wieder bewusst, wie sehr ich mich diesem taeglichen, monotonen Einerlei angepasst habe. Und das, obwohl ich doch nicht in diesem Strom mitschwimmen will!!  Ich muss versuchen, auch im naechsten Jahr den Gemueseanbau weiter zu betreiben, um so wenigstens meinen Tageslauf der Natur etwas anzupassen und damit auch der Lebensform, die ich ja eigentlich realisieren moechte - naemlich nur das, was ich in meiner Kindheit schon gelebt und erlebt habe.
Seit Montag (08.08.) herrschen wieder beinahe “sibirische” Temperaturen: 15 ° !! Und das im Hochsommer!! Geregnet hat es erst mal  ausreichend. Jetzt duerfte mal wieder etwas Sonne und Waerme kommen, bitte schoen.
Am Mittwoch (10.08.) erste Verpflanzungen/ Umpflanzungen an den Toepfen/Kuebeln im Einfahrt/Eingangsbereich vorgenommen. Die Eichblatthortensie aus dem etwas zu kleinen Terrakottakuebel in die Zinkwanne gesetzt, daneben zwei Heucheras. Mmhh..., hatte es mir wirkungsvoller vorgestellt. Na ja, muss ja nicht von Dauer sein.
Dann den Holztrog umarrangiert. Der Farn (Athyrium filix-femira) hat ja einen immensen Wurzelballen, der fast den halben Trog ausfuellt. War eine ziemliche Wuergerei, das Ding herauszuholen. Letztendlich aber doch geschafft. Nun in die rechte Ecke gesetzt, die Hostas etws anders formiert, Heuchera “Beauty Colors” ganz herausgenommen. Na, das ueberzeugt mich jetzt etwas mehr als die Zinkwanne. (Wie lange?).  Den Holzkuebel vor dem Gartenzaun auch etwas umgestaltet. Das ging schneller als bei dem Trog auf der Mauer. Hier waren die Pflanzen noch nicht so tief verwurzelt. Ach ja, habe eine neue Stellflaeche fuer Toepfe gefunden: der mit Kies belegte Streifen entlang der Garagenwand bietet sich doch foermlich an, mit Toepfen und Kuebeln bestueckt zu werden. Oooch, da passen doch mindestens, na, ja,  so 5 - 8, je nach Groesse hin. Allerdings kann ich da keine Hostas hinstellen, leider, ist zu sonnig. Aber fuer Hems ist der Platz geeignet, und ansonsten wird mir sicher noch was einfallen, was im Topf anstatt im nicht mehr vorhandenen Pflanzplatz im Beet eine neue Heimat finden kann. Da ist doch noch der Buddleia-Ableger von Adelheid, der jetzt seinen einsamen Überlebenskampf vor der Koreatanne und der Nordmanntanne fuehrt. Vielleicht haette der es im Kuebel leichter......Eigentlich zeugt es ja von seiner Zaehigkeit, dass er jetzt schon seit knapp 2 Jahren vor den Koniferen seine “Kampfstaette” hat und in diesem Jahr sogar drei Blueten hervorgebracht hat!!! Ich wuerde sagen, er hat sich bewaehrt, hat Zeugnis abgelegt von seinem Überlebenswillen, seiner Überlebenskunst - er hat den Aufstieg in die Elite  verdient....

Samstag (13.08.): nochmals im Gartencenter gewesen und Toepfe gekauft. Stand zwar “Sonderpreis” dran, ich schaetze aber, das war der regulaere Preis. Na, egal! .... wuerde jetzt Tante Steffi mit der Zigarette in der Hand, sagen (bei der wir in den Jahren, als die Kinder klein waren, gerne Urlaub gemacht haben - im schoenen Schwabenlaendle - und die leider inzwischen an Altersdemenz leidet). Na egal, ich habe trotzdem heute wieder Verpflanzungen vorgenommen. Und trotzdem werden die Toepfe nicht ausreichen, wenn naechste Woche die bestellten Hostas kommen!        

W o o o o  p f l a n z e   i c h d i e e e e  n o c h    h i n???

Mittwoch, 17. August: Sie sind da!!!! Und nun???    Ich muss erst noch eine Nacht darueber schlafen.....

Freitagnachmittag, 19.08.: Es kann losgehen: 19 Hostas suchen einen Standplatz. Erst mal Keller, Garage und Holzstall nach evtl. noch leeren Toepfen und Kuebeln abgesucht und sogar noch zwei gefunden. Wahnsinn!! Am schnellsten waren die Minis unter: sie haben fast alle einen Platz im Kuebel vor einer anderen, groesseren Hosta gefunden. Nouzang bekam den Platz als Solitaer in einem Topf alleine, ebenso Lakeside Roy El, Fair Maiden, Olympic Sunrise. Eskimo Pie, Maui Buttercups, Lakeside Spellbinder und Deane’s Dream in einen Topf gepflanzt. Das war kein Problem, denn Eskimo Pie und Deane’s Dream, die beide mal zwischen 40 - 60 cm hoch werden sollen, sind so klein wie eine der Minihostas. Das wird wohl mehrere Jahre dauern, bis aus diesen “Labor-Winzlingen” gestandene Hostas werden. Bin ja auch nicht gluecklich ueber diese laborvermehrten (meristemvermehrten) Pflanzen, aber man bekommt ja hier in Deutschland die neuen, ausgefallenen Sorten nicht.  Also muss ich in den Niederlanden bestellen und da gibt’s vorrangig die laborvermehrten.   
Nach dem ganzen Hin- und Herpflanzen wollte ich eigentlich noch ein paar der Toepfe fotografieren, u. a. auch den Sandsteintrog mit Paradise Joyce und Hosta fort. Aureomarginata, da muss ich feststellen, dass Paradise Joyce gelbe Blaetter hat. Doch nicht etwa, weil ich am Sonntag das Teilstueck fuer Gisela abgenommen habe? Nein, es sind die ersten Herbstvorboten! Als ich dann mal etwas genauer in die Runde schaute, stellte ich fest, dass schon mehrere der Hostas anfangen, ihre Schoenheit dem Lauf der Jahreszeiten zu opfern; sehr weit fortgeschritten ist dabei schon Bright Lights.
Ach ja, ganz nebenbei. Hab mir ein schoenes neues Buch geleistet: The Color Encyclopedia of Hostas von Diana Grenfell. Ist zwar in Englisch, aber ich werde mich durchkaempfen. Hab schon mal auf die Schnelle durchgeblaettert: super gemacht, schoene Fotos und gute Erlaeuterungen. Die erste Winterlektuere.......Hoffentlich werden dadurch nicht noch weitere Wuensche geweckt!! Die Wunschliste fuer Danny van Eechaute fuers naechste Jahr ist schon ellenlang - und kein Platz fuer Hostas! Warum erfindet nicht endlich jemand den S t r e t c h g a r t e n ?? Das waer’s doch! Ich koennte Hostas und Hems pflanzen ohne Ende..... Nee, stimmt ja gar nicht, irgendwann ist auch Stretch erschoepft. Aber das dauert....!
Es ist wieder etwas waermer geworden, aber am Samstag (20.08.) wieder Dauerregen.....
 

Am Samstag, 27.08., fiel die Goldakazie!! Es war kein leichtes Unterfangen, der Baum hat sich gegen die Saege vehement gewehrt. Und ich habe mich, ehrlich gesagt, auch am Abend richtig traurig gefuehlt.  Und eine Entscheidung, welcher Baum jetzt in gebuehrendem Grenzabstand angepflanzt wird, ist immer noch nicht gefallen. Werden also naechste Woche erst einmal Baumschulen aufsuchen und uns beraten lassen.

Clematis “Frau Mikiko” hat ausgetrieben!! Ich glaube es ja fast nicht. Wie gut, dass ich gewartet habe. Vielleicht kommt ja “Ascotiensis” auch noch......

01. Sept. bis 30.09.:
Jeden Tag, wenn mein Blick auf die jetzt kahle Stelle im Garten faellt, wo zuvor die Goldakazie stand, ueberfaellt mich schon ein wenig Traurigkeit.  Bisher habe ich mich ja relativ leichten Herzens von Pflanzen, die sich nicht so entwickeln, wie ich das moechte, oder die einfach zu gross geworden sind,  getrennt, aber diesmal geht die “alter-Baum-weg-Aktion” nicht so emotionslos an mir vorueber. Liegt das moeglicherweise am Alter......??
Zwischenzeitlich (Montag, 05.09.) waren wir im Gartencenter - uebrigens ein  mir bis dato unbekanntes, das aber grosse Begeisterung und jede Menge Wuensche in mir wachgerufen hat - und haben uns fuer eine Blutpflaume (Hochstamm) entschieden. Ist natuerlich ein krasser Gegensatz zum goldgelben Laub der Goldakazie. Aber das war ja mein Wunsch: vorrangig ein Baum mit dekorativem Laub.  Ich hoffe, dass er in 3 Wochen da ist (mussten ihn bestellen, da wir uns fuer ein schon etwas groesseres Exemplar entschieden haben, 14 - 16 cm Stammumfamg - schliesslich sind wir keine 30 mehr und koennen nicht mehr Jahrzehnte warten, bis aus einem Baeumchen (“Teenie”) ein Baum geworden ist). Wir haben uns also fuer einen “Twen” entschieden.
Um noch einmal auf dieses Gartencenter (Gartenbau Steuber) zurueckzukommen: ich war fast erschlagen, als ich das Sortiment sah. Jede Menge Bonsais (traumhaft!!), ein super Rosensortiment, ausgefallene Stauden, ausgefallene Straeucher, Baeume und ich weiss nicht was noch alles. Waaaahhhhhnsinn! Und alles in sehr ansprechender Kulisse dargeboten, z. B. mit Schau-Anpflanzung. Da reisen wir so oft auf Raritaetenboersen und haben sozusagen vor der Haustuer ein Gartencenter, das kaum einen Wunsch offen laesst!  Ganz versteckt, mitten in der Stadt Kassel!! Ich krieg mich einfach nicht ein...(Bloss gut, dass ich da mit dem Auto alleine nicht hinfinde - ich habe doch keinerlei Orientierungssinn - , das schont die Haushaltskasse!!)

Heute (Samstag, 10.09.) die restlichen Fruehkartoffeln (die meisten Gemueseanbauer haben schon die Einkellerungskartoffeln geerntet!!) ausgemacht und die Zwiebeln. Ich war erstaunt, welche Menge die eine Samentuete, 500 g Schalotten und 500 g Steckziebeln ergeben haben. Hach, ist das ein tolles Gefuehl: selbst gesaet, gesteckt und nun geerntet - und bald werden sie in der Kueche verarbeitet als Grundlage fuer leckere Soesschen zum Braten!!

Am Samstag, 23. September hat der neue Baum - eine Blutpflaume (Prunus cerasifera ‘Nigra’) - Einzug in unseren Garten gehalten. Er macht sich recht gut an seinem Standplatz und ich habe doch tatsaechlich wieder einige Quadratzentimeter Flaeche gewonnen, die ich mit Stauden bepflanzen kann, da wir um die Baumscheibe herum auch Steine gelegt
haben. Bin mir aber noch nicht schluessig, was ich unter der Blutpflaume anpflanze. Soll ich die gruen- gelbe Bepflanzung unter der gefaellten Akazie aufgreifen oder aber eine rotgruenlaubige Anpflanzung waehlen??

01. Oktober bis 31. Oktober:
Hab immer noch keine Entscheidung fuer die Unterpflanzung der Blutpflaume getroffen, allerdings sitzt schon was Gruenes da: Heuchera namenlos und Euphorbia Robbiae. Apropos Euphorbia. Nauetrlich ist es beim Abholen der Blutpflaume im Gartencenter nicht bei dieser alleine geblieben. Fand noch eine neue Euphorbia (Euphorbia Redwing “Charam”), eine schoene Segge (Carex morrowi Variegata), einen Gentiana scabra, und zwei ganz aussergewoehnliche Polemonium, ein rot-violettlaubiges (Polemonium reptans “Bressingham Purple” und Polemonium reptans “Brise d’Anjou”, ein gruen-weiss panaschiertes. Alle Pflanzen sind natuerlich in Toepfen gelandet. Wo sonst?? Ist ja kein Platz mehr da. ...

Habe schon wieder bestellt, diesmal Farne. Auch hier die Standortplanung noch nicht abgeschlossen. Drei Stueck werde ich in Toepfe setzen und in der Garage ueberwintern. Diese Sorten sind nicht absolut winterhart. Der Rest? Na ja....
Und weitere Besitzgier ist geweckt, weil im Internet zwei neue Euphorbien entdeckt. Lt. Christian Sarastro (von der gleichnamigen oesterreichischen Staudengaertnerei) allerdings bei uns nicht ausreichend winterhart (also: ideale Topfpflanzen). Nur leider bis jetzt noch keine Bezugsquelle in Deutschland dafuer gefunden. Keiner weiss, wo man die Dinger bekommen kann. Hab schon mal in einem Gartenforum nachgefragt, aber da weiss auch niemand was. Also Geduld.

Am Samstag (08.Oktober) mehr als 3 kg Mangold verlesen, gewaschen und blanchiert. Anschliessend in acht Portionen aufgeteilt (Toechterchen wird auch bedacht) und eingefroren. Schaetze, einmal werde ich noch ernten koennen (muessen). Die Vitamine fuer den Winter sind gesichert....
Petersilienwurzeln sind auch eingefroren. Die Ausbeute haette groesser sein koennen, wenn ich nicht so dicht gesaet haette. Naechstes Jahr wird alles besser.....

Kartoffelernte war - na ja - ; schaetze, die Wuehlmaeuse haben sich einen ordentlichen Winterspeck damit zugelegt. Zumindest reicht es fuer zweimal Kloesse kochen (Thueringer Kloesse;  Cousin Volker aus dem Vogtland sagt: griiieeene Kleeess). Hier im Nordhessischen gibt es “Kloesse mit Duckefett” (Fuer alle, die das nicht kennen: Kartoffelkloesse, gefuellt mit sog. “Ahler Worscht”(auch eine  nordhessische Spezialitaet) werden mit einer Tunke aus zerlassenem und angeschwitztem Bauchspeck,  angeroesteten Zwiebeln und viel Fett  gegessen. Ungeschlagene Sahne rundet das Ganze ab und treibt die Kalorien letztendlich ins Uferlose. Also kein Gericht fuer Kalorienzaehler!) Und meine Mutter hat Recht: die Kloesse von handgeriebenen Kartoffeln schmecken besser als die, die mit der Kuechenmaschine gerieben wurden. Ich kann es bestaetigen, da ich Anfang diesen Jahres das  Vergnuegen hatte, (da meine Kuechenmaschine kaputtging),  ca. 12 kg geschaelte Kartoffeln   auf einer etwa 10 x 20 cm grossen Parmesanreibe mit der Hand zu reiben!! Nach 30 Minuten war es geschafft und die eingeladenen Gaeste kamen mit 45 Minuten Verspaetung in den Genuss der “Klossorgie”.

Bis jetzt (14.10.) hatten wir ein regelrechtes Bilderbuch-Oktoberwetter: angenehm warm, sonnig und “golden”. Hab ab Mitte naechster Woche Urlaub, um den Garten winterfest zu machen. Hoffentlich klappts dann auch mit dem Wetter. Bei einstelligen Temperaturen und/oder Regen habe ich eigentlich so gar keine Lust, was im Garten zu machen. Mit eisigen Fingern arbeitet es sich nicht gut.
Wir haben einen neuen Gartenbewohner: ein Maulwurf hat das neue gelb-gruene Hostabeet unterwandert. Heute nachmittag (15.10.) entdeckte ich die frischen Huegel. Ob der wohl auch die Wurzeln der Pflanzen frisst?? Mein Gott, frueher wusste ich das mal. Aber ich glaube, eher nicht. Sein ganzes Vergehen im Garten besteht wohl darin, dass er mehr oder weniger grosse Huegel aufwirft.  Hoffentlich!

Vorgestern sind die Anemonen, Cimicifuga, Geranium Ann Folkhard und eine Liriope muscari ‘Alba’ von der Staudengaertnerei Eskuche gekommen. Hab heute bloss die Liriope unterbringen koennen (in der neuen Zinkwanne, der Hydrangea quercifolia (eichblaetterige Hortensie) zur Gesellschaft. Nach einstuendigem “In-mich-Gehen”, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wohin mit den Neulingen, habe ich die Entscheidung erst einmal auf naechstes Wochenende verschoben. Dann habe ich Urlaub....... Ob der die Erleuchtung bringt????
Ach ja, und morgen ist nochmals Flohmarktbesuch angesagt: Pflanzgefaesse ausgucken. Eine kleine, emaillierte Zinkwanne war die Ausbeute am vergangenen Sonntag. In diese habe ich heute die Eichblatthortensie gepflanzt, daneben Kissenprimeln und die weisse Liriope (mal sehen, wie lange diese Kombi bleibt.....). Die alte Zinkwanne habe ich mit einem Farn (Athyrium nipponicum ‘Metallicum’), der Hosta ‘Red October’ und einem Zwergrhododenron (Rhod. keleticum ‘Robert Seleger’) bepflanzt. Der kleine Rhodi war uebrigens auch noch ein “Anhaengsel” der Blutpflaume.

Flohmarktbesuch am Sonntag (16.10.) war seeehhr erfolgreich: zwei grosse Zinkwannen (weiss noch nicht, was ich damit mache/hineinpflanze), einen blauen emaillierten Eimer (in den passt perfekt der Plastiktopf mit der Euphorbia wulfenii) und eine schwarz emaillierte Schuessel (in die koennte ich ja die bestellten - hoffentlich kommen die bald!!!! - nicht winterharten Farne pflanzen). Wegen der Farne bin ich ganz schoen sauer. Diese Farngaertnerei scheint nicht sehr geschaeftstuechtig zu sein: am 04.10. sieben Farne bestellt, bis heute (25.10.) noch nicht da; bekomme noch nicht einmal Antwort auf meine e-mail!
Im Garten habe ich schon ganz schoen viel geschafft: der Hang/Terrasse (15 Meter lang) ist fertig. Hems- und Iris-Laub eingekuerzt, Verbluehtes abgeschnitten, Rosen geschnitten, alles mit Sternrusstau infizerte Laub aufgesammelt, alles gejaetet und aufgeharkt. Sieht richtig ordentlich aus. Das kleine Beet vor der Cleamtispergola ist auch fertig. Ging richtig schnell diesmal. War voellig erstaunt ueber mich selbst: habe ja auch nichts, na ja, so gut wie gar nichts, umgepflanzt.

Aber heute (Dienstag, 25.10.) geht es langsamer voran. Auf dem weissen Beet unter dem Rotdorn musste ich natuerlich wieder einige Umpflanzungen vornehmen. Zwangslaeufig. Denn:  wohin mit einer ueberzaehligen Rose Edelweiss vom Hang, da doch in das Rondell mit den Edelweiss die bestellte “Baroness Rothschild” hinein soll??  Da kam mir im Sommer so spontan der Gedanke, dass unter dem Rotdorn sich auch noch eine weisse Rose gut machen wuerde, schliesslich hat sich ja Sebastian Kneipp vom Fussvolk distanziert und sich zu Hoeherem berufen gefuehlt und blueht nun in luftiger Hoehe im Rotdorn. Aber, es ist ja nicht nur die Rose, die umgepflanzt werden musste. Nein, die Iris Madeira Belle hat zwischen den zwei Hems und der Paoenie Germaine Bigot ein mehr als kuemmerliches Dasein gefuehrt, wurde ja voellig unterdrueckt von den dreien. Und war da nicht noch irgendwo die im Fruehsommer zwangsumquartierte Cimicifuga White Pearl??? Bloss gut, dass ich fast alle Pflanzen etikettiert habe, so wurde die Suche stark eingegrenzt und ich habe auf gut Glueck hinter dem Stecketikett angefangen zu buddeln. Habe doch tatsaechlich auch ein paar magere Überbleibsel der Cimicifuga gefunden.
So, nun lagen also auf dem Rasen: Rose Edelweiss, Iris Madeira Belle, Cimicifuga White Pearl und Sedum Iceberg. Wie gehe ich jetzt vor? Die Rose auf den Platz vom Sedum?? Nein, da sollte doch die Iris hin, weil dort nicht so eng. Und wenn ich die Hemerocallis Dream Legacy ausbuddele und die Cimicifuga dorthin setze?? Bloedsinn, dann kann die Cimicifuga auch da bleiben, wo sie vorher gewesen ist. Der Platz von Dream Legacy ist auch nicht feuchter, weil so dicht am Stamm des Rotdornes. Der Platz so dicht am Rotdorn ist doch eigentlich am besten fuer Sedum und die Rose geeignet: Sedum kommt mit Trockenheit klar und die Rose holt sich ohnehin, was sie braucht. Und immer noch keine Idee, wohin mit Cimicifuga. Fast 20 Minuten das kleine Beet immer wieder umrundet, hier probiert, da probiert und darueber nachgedacht. Resultat: Rose dicht an den Stamm des Rotdornes gesetzt, Iris, wie geplant, zwischen zwei Hems am aeusseren Rand des Beetes, Sedum Iceberg an ehemalige Pflanzstelle der Cimicifuga und die Cimicifuga schliesslich neben die Paeonie auf den ehemaligen Pflanzplatz der Iris. Oh, da kommt doch gerade ein wenig Sonne heraus! Schnell die Digicam holen und die Iris Buckwheat fotografieren. Sie hat doch tatsaechlich noch einen Bluetenstengel mit vier Blueten getrieben, von denen die erste heute geoeffnet hat!

Jetzt, voellig zufrieden mit mir und dem Ergebnis, dachte ich daran, mich nun dem Beet unter dem ehemaligen Ahornstandplatz zu widmen (hier werden schliesslich auch groessere “Umzuege” anstehen), da faengt es an zu regnen!! Also erst einmal Zwangspause.

Am Mittwoch optimales Wetter: warm, sonnig, kein Regen, ideales Gartenwetter. Aber ich hatte mir nun mal fuer den Tag eine Hilfe zum Fensterputzen bestellt... Aber um 15.00 Uhr konnte ich mich doch nochmals dem Abenteuer “Ahornbeet” widmen. Weiterhin erst einmal Unkraut gejaetet, die wuchernde Aster Blaue Lagune ausgegraben (die kommt in die Verbannung), das Hemslaub abgeschnitten, einige Irisrhizome, die ich sortenmaessig nicht mehr zuordnen kann (muss erst die naechstjaehrige Bluete abwarten) ausgegraben und im Rot-Blauen Beet an der Terrassenoberkante geparkt. In der hinteren Haelfte des Ahornbeetes ist es patschnass! Staunaesse! Waarum jetzt dieses??? Solange der Ahorn stand, war der Boden darunter knochentrocken, jetzt zu nass! Ich krieg noch die Krise. Der (bloederweise) im August schon umgepflanzte Rittersporn sieht nicht mehr sehr lebendig aus. Ob ich ihn mal ausbuddele und nachsehe, was von ihm noch uebrig ist?? Mir schwant Übles. Der Eisenhut muss weiter nach vorne gesetzt werden. Aber wohin? Und was auf den Platz vom Eisenhut? Und da sind noch zwei Luecken, die es zu fuellen gilt. Ach ja, hab ja auch noch die Rose Leonardo da Vinci bestellt, die sollte ja auch auf das Ahornbeet. Mmmh, vielleicht neben die Paeonie Suzie Q?? Oder besser zwischen zwei Hems am seitlichen Rand des Beetes?? Oder gar vielleicht auf den Platz der Aster direkt vor dem Ahornstubben?? Und was auf die anderen freien Plaetze? Die Sache ist ja doppelt schwer, da nur blau oder rosa bluehende Stauden in Frage kommen. Sollten auch etwas hoeher sein (ca. 80 cm), um die Hems zu ueberragen. Muss in den naechsten Tagen noch mal in mich gehen und googeln...... Ob ich dann am Freitag erst einmal die Rosenrabatte seitlich am Haus winterfest mache?? Da sind - bis jetzt - keine Umzuege geplant.....

Rosenrabatte schon am Donnerstag (28.10.) fertiggemacht. Kuechenplan wurde umgestaltet wegen Kids, so dass bis Spaetnachmittag Garten angesagt war und ab 17.00 Uhr die Pfannkuchen-Orgie (Pfannkuchen =  Reibekuchen, Kartoffelpuffer).

Seit zwei Tagen herrschen paradiesische Wetterzustaende: am Freitag (28.10.) 22 ° (!), Sonne pur und heute (29.10) 19 ° und auch Sonne pur! Der Paketdienst gestern hat meinen ganzen Plan durcheinander gebracht: die bestellten Rosen sind gekommen! Und ich war am Putzen!!! Diese mehr als unliebsame Taetigkeit wurde dann auch im Eilzugtempo beendet und um 12.30 Uhr waren die Rosen ausgepackt und ins Wasserbad gelegt. So, nun auf zum Buddeln der Pflanzloecher. Dieses Vergnuegen durfte ich nun erstmals auskosten, da GG wegen einer Hand-OP zum Nichtstun verdammt ist. Aber hallo, das ist eine Arbeit fuer einen, der Vater und Mutter erschlagen hat - zumindest bei unseren Bodenverhaeltnissen. Die Sonne lachte, der Schweiss rann, meine Bewegungen nahmen immer mehr Zeitlupentempo an (zwischendurch erst mal schnell eine Pille “fuer den Ruecken” eingeworfen) und nach den Pflanzloechern im Ahornbeet, im Rot-Blauen-Beet, neben dem Hosta-Beet und der Vorbereitung von zwei Toepfen stand nun das Haerteste an: Rhododendron Ornament wurde brutal heruntergeschnitten und ausgegraben! Das war ein kleinerer Kraftakt, war doch der Untergrund auf der Rabatte staubtrocken, steinig, betonhart. Irgendwann war es mir jedoch gelungen, ein ausreichend grosses und vor allem tiefes Loch fuer “Boule de Neige” zu schaffen. So, die Loecher sind gebuddelt, erst mal ein Paeuschen machen und die Gartenforen durchzippen. Nix Neues. So, jetzt widmen wir uns wieder dem Ahornbeet, da zwischenzeitlich die Erleuchtung eingetreten, wohin was gepflanzt wird. Der Herbsteisenhut (Aconitum carmichaelii Arendsii) landet im hinteren Bereich neben der Anemone jap. Bressingham Glow. Der Fruehlings-Eisenhut (Aconitum napellus) wird ausgebuddelt und an die Stelle des Delphinium Sommerfrische, oder besser gesagt, dem kuemmerlichen Rest, der den wuestenaehnlichen Bedingungen am Rande des Gelb-Blauen Beetes getrotzt hat, gepflanzt. Das kuemmerliche Etwas von Rittersporn habe ich nun also vor den Ahornstubben gesetzt. Bin gespannt, ob er (der Rittersporn) das naechste Fruehjahr erlebt. Die Aster Veilchenkoenigin (die duempelt auch nur so vor sich hin) etwas weiter nach hinten gesetzt und somit Platz geschaffen fuer die Rose Leonardo da Vinci. Jetzt war es ein Klacks, die Rosen in die vorbereiteten Loecher hineinzusetzen. Und so sieht die Verteilung aus: Ausire im Rot-Blauen Beet am Oberrand, Lichtkoenigin Lucia neben dem Hostabeet am Zaun, Leonardo da Vinci im Ahornbeet zwischen zwei Hems, Buff Beauty im Topf, Sidonie im Topf, Boule de Neige in der Mitte der Rosenrabatte. Jetzt stehen noch Johanna Roepke und Baroness Rothschild im Wasser. Die sind morgen dran. Ach ja, der Rest der Lieferung (Kletterrosen und eine Strauchrose) muss erst einmal zwischengeparkt werden, da die Pflanzloecher noch nicht gebuddelt werden koennen, da erst einmal die Pergola gesetzt werden muss. Das wird sicher vor Ende November nix.

Jetzt sitzen auch Johanna Roepke an der Mauer der Einfahrt, die sie im Wettstreit mit dem wilden Wein beranken soll und Baroness Rothschild (in der Mitte des Rondells mit der weissen Beetrose Edelweiss) an Ort und Stelle.  In den Startloechern hocken jetzt noch: Paul Noel, Mme. Lauriol de Barney, New Dawn und Eglantyne. Wenn man diese Sorten betrachtet, faellt auf, dass es sich vielfach um recht alte, duftende und gefuellte Sorten/Blueten handelt. Ja, ich bin von den etwas steril-schoenen Neuheiten zum Altbewaehrten/Altbekannten uebergeschwenkt.

Ach, hab ja voellig vergessen. Am Donnerstag ist ja auch die Bestellung von Gaissmayer gekommen: zwei Geranium himalayense Gravetye, eine Heuchera Rachel, zwei Geranium Roxanne und  Veronicastrum virginicum Lavendelturm. Lavendelturm ist auf dem Platz vom Herbsteisenhut (im oberen Bereich der Rosenrabatte hinter Friesia) gelandet Geranium Roxanne im Kuebel (zweifelhafte Winterhaerte, deshalb lieber in der Garage ueberwintern), Geranium Gravetye am Rand des Beetes am Ende der Terrasse und Heuchera Rachel unter der Blutpflaume.

Ja, nun neigt sich das Gartenjahr allmaehlich dem Ende zu. Und im Herbst entwickelt man beinahe eine aehnliche Aktivitaet und Euphorie wie im Fruehling: man bereitet alles fuer den naechsten Fruehling und somit fuer das Erwachen der Pflanzen vor; man ist gespannt auf die Bluete, auf die Entwicklung der Neuerwerbungen: Werden sie den Winter ueberstehen? Wird die Bluetenfarbe sich harmonisch in das Beet einfuegen? Wird die Pflanze mit dem Nachbarn/der Nachbarpflanze harmonieren? Und vor allem: werden meine Erwartungen erfuellt???
Ich glaube, rueckblickend kann man sagen, dieser Oktober war im wahrsten Sinne des Wortes ein goldener Oktober. Er hat so manche Entschaedigung  geboten fuer den mehr als mangelhaften Sommer.

01. November bis 31.12.:
Nachdem der letzte Oktobertag sich noch einmal von der schoensten Seite gezeigt hat, begann der November wie man es von ihm erwartet: regnerisch, trueb, diesig, feuchtkalt. Da kam keine Lust auf, noch irgendwas im Garten zu machen, obwohl so Kleinigkeiten noch zu erledigen waeren.
Am Dienstag (02.11.) kam die bestellte Strauchpaeonie “Shimane Chojuraku”, die ich auch gleich am Nachmittag noch an Ort und Stelle im Ahornbeet (Rosa-Blaues Beet 1) einbuddelte. Das ist nun die dritte Strauchpaeonie........ Da wird sich doch nicht etwa eine neue Sucht entwickeln???? Die sollen uebrigens auch ganz gut in Toepfen/Kuebeln zu kultivieren sein......
Jetzt muessen nur noch die Rosen angehaeufelt werden und dann kann man wohl die Gartensaison als beendet ansehen.

Letzten Samstag (05.11.) den groessten Teil der Rosen angehaeuftelt - mit “gemauster” Erde! (Neben unserem Gemueseacker grenzen Felder an - und auf diesen Feldern sind keine Winden zu sichten.....    Was also habe ich gemacht? Habe 6 Eimer zu je 25 l Inhalt mit der Erde vom Rand des Feldes gefuellt, in den Kofferraum geladen und ab nach Hause... Gesehen hat mich niemand! Leider hat diese Erde, die ich dann zu gleichen Teilen mit Blumenerde gemischt habe, nur fuer etwa 2/3 der Rosen gereicht. Also musste ich nochmals auf “Hamstertour” gehen....  Gestern (12.11.) dann die letzten Rosen angehaeufelt, die Paeonien mit Laub abgedeckt. ......die Kuebelpflanzen stehen immer noch draussen...... Das Wetter ist voellig untypisch fuer den November. Wir haben sonnige, trockene, heitere Tage, so dass man die Pflanzen einfach noch nicht ins Winterquartier verbannen moechte. Die Temperaturen liegen immer noch zwischen 10 und 14 Grad. Die Rosen, die ich noch nicht abgeschnitten habe, bluehen in einem fort....... Bei den Iris und Hemerocallis kann man frischen Austrieb feststellen!
Habe es riskiert, die Pinus strobus ‘Nana’ vom Hang auszugraben und erst einmal im Heidegarten “zwischenzuparken”. An Stelle der Pinus strobus ‘Nana’ habe ich die Rose “Eglantyne” gepflanzt. Ich moechte schon sehr hoffen, dass die Pinus angeht.......  Ist ein sehr schoenes Zwerggehoelz...

Die Farne! Hab ja total vergessen, dass die bestellten Farne gekommen sind!!!! Eine weitere Leidenschaft....
Den Matteuccia pensylvanica habe ich an einer Stelle, die eigentlich einer Hosta zugedacht war, eingebuddelt, den Polystichum wilsoniii am hinteren Rand des Ahornbeetes - und den Rest in Toepfen, weil nicht winterhart... Werden im Keller unter der Garage ueberwintert. Man kann auch an Farne sein Herz verlieren...............
Schnell mal gegoogelt: GG liebt Cannas! Muss ich wohl naechstes Jahr mal ein paar anschaffen - passen gut in die Zinkwannen vom Flohmarkt!

So, die Toepfe sind bis auf ein paar einzelne winterfest verpackt und an der Hauswand auf der Terrasse aufgebaut. So spaet haben wir noch nie die Toepfe winterfest gemacht. Aber das Wetter war einfach noch zu mild bis jetzt. Seit Anfang dieser Woche sind die Temperaturen jedoch sinkend und man hat jetzt schon mal den Eindruck gewinnen koennen, dass es tatsaechlich November ist. Heute (20.11.) ist richtiges “Totensonntagwetter” - im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist gar nicht richtig hell geworden (die Fotos von den Toepfen im Winterquartier musste ich mit Blitzlicht schiessen), es regnet bzw. nieselt ohne Unterlass, es ist feuchtkalt, unangenehm, eben “Novemberwetter”. .............und immer noch bluehen die Rosen (Mondiale habe ich einfach noch nicht abschneiden moegen.......). Aber auch Iris Buckwheat blueht  noch....

Naechste Woche ist schon der erste Advent...................

In der Nacht von Donnerstag (24.11.) zum Freitag hat es  in diesem “Winter”  - ist ja kalendarisch noch Herbst - erstmals geschneit. Unser Ort blieb von dem Winterchaos verschont. Dachte noch am Morgen auf dem Weg zum Bahnhof, dass der Schnee sicher nicht lange liegen bleibt - er war ziemlich nass. Aber als ich am Spaetnachmittag nach Hause kam, lag immer noch ein wenig Schnee. Selbst heute am Sonntag ist noch vereiste weisse Pracht zu geniessen. Habe heute am Sonntag (27.11.)  noch den Farn Polystichum wilsonii (soll in den ersten Jahren etwas geschuetzt werden im Winter) mit Laub abdeckt und ebnso die Kniphofia “Little Maid”.  Ach ja, GG hat endlich - nach 10 Jahren (das klingt so, als sei GG eine Trantuete. Nein, das ist nicht so, er braucht halt einfach etwas laenger fuer Dinge, die er nicht  so gerne macht.....) - ein Regal im Keller unter der Garage montiert. Jetzt kann ich die Farne in den Toepfen, den Duenger, Kleinkram, leere Toepfe und diverse andere Kleinigkeiten ordentlich unterbringen. Bin nun mal so ein kleiner “Ordnungsfanatiker”. Alles muss uebersichtlich und wohlgeordnet untergebracht sein - in der Wohnung ebenso wie im Keller....... Die Gene meiner Mutter und ihre Erziehung sind auf fruchtbaren Boden gefallen..............

Und immer noch keine Pergola gebaut. GG geht ja auch morgen erstmals wieder zur Arbeit nach seiner Hand-OP. Habe die zwei noch verbliebenen Rosen erst einmal ein einem grossen Topf zur Überwinterung eingeschlagen.

 Rose Mondiale blueht weiter....

Nur noch eine Woche bis Weihnachten. Seit Freitagabend hat es immer wieder geschneit. Leider ist es aber nicht so kalt, dass mit einer laengeren Dauer der weissen Pracht zu rechnen ist. Heute morgen war die Schneedecke bestimmt so 10 - 15 cm hoch, am Nachmittag schon auf weniger als die Haelfte eingeschmolzen. Hab schon wieder vergessen, die restlichen Clematis runterzuschneiden. Mal sehen, ob ich naechste Woche daran denke. Den Gruenkohl habe ich auch vergessen. Eigentlich ist es an der Zeit, ihn zu ernten. Aber am Abend, wenn ich von der Arbeit komme, ist es einfach zu dunkel, um noch welchen abzuschneiden. Bin gespannt, wie er den Frost und den Schnee ueberlebt hat. 

... und Mondiale blueht immer noch. Habe heute ein Foto im Schnee gemacht....

 

Gartentagebuch Seite 2

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